„18 Gegentore in einer Hälfte sind einfach zu viel“: Sport-Union verliert deutlich gegen Buxtehude

„18 Gegentore in einer Hälfte sind einfach zu viel“: Sport-Union verliert deutlich gegen Buxtehude

Bundesliga Frauen: Neckarsulmer Sport-Union – Buxtehuder SV 24:35 (14:18) [sg]

Die Rollen vor dem Heimspiel der Neckarsulmer Sport-Union gegen den Buxtehuder SV waren eigentlich klar verteilt, doch Neckarsulm war in der ersten Hälfte zumindest offensiv auf Augenhöhe und lag sogar lange in Führung. Am Ende setzten sich die Gäste gegen defensivschwache Neckarsulmerinnen doch deutlich mit 24:35 durch und wurden ihrer Favoritenrolle somit zu einfach gerecht.

Neckarsulm konnte am Samstagabend gegen den BSV vor 1.017 Zuschauern in der Ballei wieder auf Luisa Gerber setzen, die nach ihrer Verletzung von Beginn an Spielpraxis sammeln konnte. Und dabei kam die Sport-Union eigentlich gut in das Spiel. Schnell sorgte der Neckarsulmer Rückraum für eine Zwei-Tore-Führung, weshalb Gäste-Trainer Dirk Leun bereits nach drei Minuten mit einer Auszeit reagierte. Beide Mannschaften standen in der Defensive alles andere als gut und so entwickelte sich ein unglaublich temporeiches Spiel, das beim 7:6-Zwischenstand nach zehn Minuten enorm viele Tore zu bieten hatte. Neckarsulms Trainer Emir Hadzimuhamedovic versuchte daraufhin seine bis dahin ebenfalls zu harmlose Abwehr aufzuwecken. Mit der Einwechslung von Kathrin Fischer und Svenja Kaufmann wurde die Abwehr aggressiver, doch Buxtehude wehrte durch den Torhpüterwechsel auf Julia Gronemann ein paar Neckarsulmer Angriffe ab, übernahm die Führung und setzte sich in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte auf vier Tore ab.

Während der Angriff eine gute Leistung zeigte, sind 18 Gegentore für die Neckarsulmer Defensive einfach zu viel. Trotzdem war die Partie nach dem Seitenwechsel weiterhin offen. Mit zwei Kreisläufern gelang der NSU zu Beginn der Hälfte aber fast neun Minuten kein Tor, weshalb der Rückstand immer größer wurde. Bei Buxtehude hingegen wurden die Angriffe weiterhin effizient verwertet und die deutliche Führung gegen Neckarsulm damit souverän bis zum 24:35-Endstand verteidigt.

„Wir sind heute viel zu ängstlich in das Spiel gegangen, unsere Abwehr hat heute mindestens 40 Minuten nicht gut funktioniert. Wir haben nach 15 Minuten etwas umgestellt, dann sind wir ein bisschen bissiger geworden. Aber wir sind eine Mannschaft, die keine 18 Tore pro Halbzeit bekommen darf, sondern wir müssen die Anzahl unserer Gegentore insgesamt im Bereich von maximal 25 halten. Dann haben wir eine gute Chance, auch einmal mit Tempo Tore zu machen und das ist uns heute leider nicht gelungen. Sicherlich hat Buxtehude die bessere Mannschaft, aber wir haben uns unter unserem Wert verkauft. Gegen so einen Gegner können wir normalerweise wesentlich befreiter aufspielen.“, sagte NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.

Da nur kurze Zeit später Nellingen das eigene Heimspiel gegen Borussia Dortmund deutlich gewinnen konnte, schmilzte der Neckarsulmer Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nur noch einen Punkt zusammen. Die Sport-Union braucht dringend Punkte im Kampf um den Verbleib im deutschen Oberhaus und hat in der kommenden Woche mit dem Auswärtsspiel beim deutschen Meister Thüringer HC nun eine sehr schwere Aufgabe vor der Brust, ehe es am 8. April zuhause zum Abstiegskrimi gegen den SVG Celle kommt.

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenkovic, Herrmann (11/2 Paraden), Rüttinger (1) – Kalmbach (2 Tore), Hoffmann (2), Breitinger (2), Gerber (2), Fischer (2), Kaufmann, Tissekker (1), Daniels (3/1), Ahlin (1), Ineichen (4), Vlahovic, Galinska, Vojtiskova (5)

Buxtehuder SV:
Lenz (1 Parade), Gronemann (16) – Meyer, Fischer (5/2 Tore), Gubernatis (8/2), Knippenborg (2), Schirmer (4), Oldenburg (4), Bölk (3), Goos (1), Kaiser (5), Hayn (3), Prior

Siebenmeter: Neckarsulm 1/1 – Buxtehude 6/4

Zeitstrafen: Neckarsulm 4 – Buxtehude 4

Zuschauer: 1.017

Hinterlassen Sie einen Kommentar