19:24-Niederlage in Metz: NSU tankt viel Selbstvertrauen für den Ligastart

19:24-Niederlage in Metz: NSU tankt viel Selbstvertrauen für den Ligastart

Als klarer Außenseiter gingen die Neckarsulmer Bundesliga-Frauen am Samstagabend in Boulay vor 1.000 Zuschauern gegen HB Metz. Doch die Neckarsulmerinnen, bei denen Isabel Tissekker aus privaten Gründen fehlte, machten schnell klar, dass sie sich nicht verstecken wollen und zeigten gegen das stark besetzte Team von Metz vor allem in der Abwehr eine starke Leistung.

In den ersten zehn Minuten konnte Metz lediglich drei Treffer gegen die NSU-Defensive um die prächtig aufgelegte Melanie Herrmann erzielen, weshalb einige über den 3:3-Zwischenstand überrascht waren. Leider vergab die NSU dann in der Offensive zwei, drei hochprozentige Chancen und verpasste es so, sich eventuell etwas gegen Metz abzusetzen. Diese nutzten die Neckarsulmer Fehler eiskalt und gingen durch einige Gegenstöße in Führung. Während die Abwehr weiterhin sicher funktionierte, hat die NSU ab der 15. Minute offensiv allerdings etwas den Faden verloren und erzielte bis zur Halbzeitpause nur noch drei Tore.

Die Pause kam dann zum richtigen Zeitpunkt und die Neckarsulmer Mannschaft setzte die taktischen Vorgaben von Trainer Emir Hadzimuhamedovic beherzt um. Ab der 40. Minute startete die Sport-Union einen starken Angriffslauf und verkürzte durch Lena Hoffmann mit einem sehenswerten Kempa-Treffer und Kathrin Fischer auf 18:12. Auch Luisa Gerber fand nach ihrer Verletzungspause wieder zurück in das Neckarsulmer Spiel und erzielte zwei wichtige Treffer. Metz konnte zwar durch eine Auszeit in der 44. Minute den Lauf der Sport-Union unterbrechen, konnte aber in den restlichen Minuten gegen starke Neckarsulmerinnen nicht mehr enteilen. Gegen Ende der 60 Minuten brachte Hadzimuhamedovic dann mit Kathi Fischer eine zweite Kreisläuferin, die der französischen Abwehr immer wieder Probleme bereitete.

Am Ende setzte sich Metz zwar verdient mit 24:19 gegen die Sport-Union durch, aber für uns war es ein gutes Spiel aus dem man viel Selbstvertrauen mit in die Runde nehmen kann. Im Vergleich zum DHB-Pokalspiel gegen Nürtingen kassierte die Mannschaft von Trainer Emir Hadzimuhamedovic gegen einen Champions League-Teilnehmer weniger Tore und konnte wichtige Erfahrungen vor dem Liga-Auftakt sammeln.

„Wir haben heute vor allem in der Abwehr, mit einer super starken Melanie Herrmann und einer soliden Mirjana Milenković, ein wirklich gutes Spiel gezeigt und waren deutlich aggressiver als am Freitagabend im DHB-Pokal. Wir bekommen gegen eine europäische Top-Mannschaft nur 24 Gegentore und gewinnen die zweite Halbzeit mit 13:11. Vergangene Woche hatten andere deutsche Mannschaften gegen Metz deutlich mehr Probleme. Leider haben wir, nach einem starken Beginn in der Abwehr, nicht geschafft im Spiel nach Vorne ein paar leichte Tore zu erzielen und damit bis zur Halbzeit das Spiel offen zu gestalten. Trotzdem, im Hinblick auf den Ligaauftakt gegen Leipzig, war das ein ganz wichtiger Test für uns in dem wir einige wichtige Erfahrungen gesammelt haben.“, sagte NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic zum 19:24 gegen Metz.
Neckarsulmer Sport-Union
Milenković (7 Paraden), Herrmann (9/1), Rüttinger – Kalmbach, Hoffmann (6 Tore), Breitinger (3/1), Gerber (2), Fischer (3), Daniels, Ahlin (4/2), Ineichen (1), Vlahovic, Galinska, Vojtiskova

Metz Handball:
Glauser (7 Paraden, 1 Tor), Rajcic (6) – Edwige (1), Sajka, Gros (3), Zaadi (2), Horacek (5), Pop-Lazic (3), Maubon (4), Luciano (2), Aoustin (1), Burlet, Nocandy (1), Kanor

Zeitstrafen: Metz 1 – Neckarsulm 5

Zuschauer: 1.000

Hinterlassen Sie einen Kommentar