Abreibung für die Unterländer in Fellbach

Abreibung für die Unterländer in Fellbach

Württembergliga Nord Männer: TSV Schmiden – Neckarsulmer Sport-Union 35:25 (16:12) [jok]

„Immer wenn wir die Chance haben, ganz vorne mitzuspielen, dann liefern wir so ein Spiel ab“, so der leidlich angefressenen NSU-Coach Peter Baumann nach dem Abpfiff der Partie in der Schmiderner Sporthalle und schaffte damit seinem Ärger über die mangelnde Einsatzbereitschaft manch seiner Akteure Raum. Denn in den ersten 20 Minuten boten die Gäste durchaus Paroli , so dass man von einer spannenden Topbegegnung ausgehen konnte.

Neckarsulm hatte das Handicap zu tragen, dass Henning Tittel verletzungsbedingt nicht auflaufen konnte. Dieses Manko wurde allerdings rasch kompensiert, als nach wenigen Minuten Schmidens Kreisläufer nach deftiger Oberschenkelprellung die Segeln streichen musste. Den besseren Start erwischte dann der Gastgeber, der gleich mal mit einen 2:0 in Führung ging. Darauf hatte Youngster Felix Kazmeier mit zwei Treffern die richtige Antwort. Dann setzte sich zunächst das Kopf-an- Kopf-Rennen fort. Auf NSU-Seite gefielen Tormann Michael Bogner und Kreisläufer Felix Hofacker, der vom starken Fabian Göppele mehrfach in Szene gesetzt wurde. Nur beim sonst so zielsicheren Felix Kazmeier schien das Schießpulver etwas feucht geworden zu sein. Entweder traf er die Toreinfassung oder der hervorragende Schlussmann der Gastgeber war zur Stelle. Mit zur 22. Spielminute hielten die Neckarsulmer gut mit. Dann war´s vorbei mit der Herrlichkeit. NSU vergab einen wichtigen Strafwurf, Schmiden zog das Tempo hoch und erst als Göppele nach einer Verschnaufpause in der Schlussphase der 1. Halbzeit wieder eingriff, wurde der Vorsprung ein kleinerer.

Den Auftakt in die zweite Halbzeit verschliefen die Unioner gründlich. Der Minutenzeiger hatte gerade fünf Runden gedreht, lagen die Schmidener mit acht Toren in Führung und die Gäste ließen die Flügel hängen. Das änderte sich erst, als Baumann dann die Nachwuchskräfte auf das Feld schickte. Denen gelang es  – zusammen mit den Routiniers- nochmals Welle zu machen und den Abstand zu verringern. Benedikt Baumann netzte zum 28:24 ein, doch es war harte Arbeit. Die Schmidener, auf fast allen Positionen mit gutem Spielermaterial doppelt besetzt, hatten den längeren Atem und die größere Cleverness. Am Ende dann eine deutliche und bittere Niederlage für die Unterländer.

TSV Schmiden: Constatin Schäfer, Sebastian Stump (2), Simon Junker (8), Sebastian Bürkle (6), Christian Joos (1), Tobias Müller (1), Mirko Büchte (2), Axel Stteffens (2), Fabrice Wersch, Daniel Frank (3), Lukas Lehmkühler (3), Jan Hellerich (7), Moritz Klenk

NSU Neckarsulm: Max Kerner – Michael Bognar (Tor); Lucas Lochbihler (1), Fabian Göppele (6), Andreas Maier (4/1), Benedikt Baumann (2), Felix Trumpp (2), Felix Kazmeier (4), Jan Schenk (2), Moritz Kerner (1), Benjamin Schreider, Felix Hofacker (3)

Schiedsrichter: Eduard Huber, Smakaj Beck (beide TSV Süßen)

Strafwürfe: TSV (0/0), NSU (2/1)

Zeitstrafen: TSV – 3; NSU – 3

5-Min-Ticker: 3:2  – 5:5 – 7:7 – 9:8 – 13:10 – 16:12; 20:13 – 24:15 – 25:17 – 28:22 – 30:25 – 36:25

Hinterlassen Sie einen Kommentar