„Das Spiel in 10 Minuten verloren“ – Deutliche Neckarsulmer Niederlage in Buxtehude

„Das Spiel in 10 Minuten verloren“ – Deutliche Neckarsulmer Niederlage in Buxtehude

Bundesliga Frauen: Buxtehuder SV – Neckarsulmer Sport-Union 35:18 (20:11) [sg]

Bei der weitesten Auswärtsfahrt der Saison zum Buxtehuder SV musste die Sport-Union wie zuletzt im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen auf Torhüterin Melanie Herrmann verzichten. Bereits am Freitagmittag reiste der NSU-Tross nach Soltau und bewältigte die letzten Kilometer gut vorbereitet am Samstag. Nach gutem Beginn hat die NSU das Spiel innerhalb von zehn schwachen Minuten verloren, in denen Buxtehude sich mit 10:1 Toren durchsetzte.

Von Beginn an agierte NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic mit zwei Kreisläuferinnen und sah so einen guten Start seiner Mannschaft in der lautstarken Halle Nord. Neckarsulm war nach der Niederlage gegen Leverkusen wieder top motiviert und übernahm gegen die starke Buxtehuder Mannschaft durch Kathrin Fischer und Lena Hoffmann die Führung. Buxtehude erkämpfte sich bis zur 10. Minute durch Gubernatis den 5:5-Ausgleich und beide Mannschaften gestalteten vor 1250 Zuschauern weiterhin ein offenes Spiel auf Augenhöhe. Angetrieben von der starken Maike Daniels wehrte sich die Sport-Union gegen eine starke BSV-Mannschaft und nach einem kurzen Rückstand gelang der NSU sogar zwischenzeitlich noch einmal die Führung. Die gut aufgelegte Katrin Rüttinger im Tor parierte glänzend und schickte Hannah Breitinger in Richtung BSV-Tor, die zum 8:9 erhöhte.

Nur wenige Minuten kam dann ein Bruch in das Neckarsulmer Spiel. Beim Stand von 10:10 gelang der NSU nach 20 starken Minuten plötzlich sowohl in der Offensive als auch in der Defensive nicht mehr viel. Beide Mannschaften wechselten im Hinblick auf ein kräftezehrendes Spiel durch, Buxtehude spielte sich durch einen treffsicheren Rückraum wie in einen Rausch und entschied das Spiel durch einen 10:1-Lauf bis zum 20:11-Pausenstand. Ein herber Dämpfer für die Sport-Union.

Der BSV spielte auch nach der Pause befreit von den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte und hatte mit Jessica Oldenburg an diesem Nachmittag die treffsicherste Akteurin im Kader. Neckarsulm schüttelte den Frust der ersten Hälfte ab, kämpfte tapfer gegen einen höheren Rückstand und spielte wie zu Beginn mit Kathi Fischer und Seline Ineichen am doppelt besetzten Kreis. Und zunächst gelang es den Neckarsulmerinnen immerhin den Rückstand nicht weiter ansteigen zu lassen. Aber Buxtehude präsentierte sich in der heimischen Halle nach einer fast vierwöchigen Ligapause weiterhin stark und kam gegen die Neckarsulmer Defensive vor allem aus dem Rückraum zu oft zu einfachen Toren. Auf der anderen Seiten gelangen Neckarsulm am Samstagnachmittag gerade diese Treffer aus dem Rückraum nicht und man ging am Ende mit einer deutlichen 35:18-Schlappe vom Feld.

„Wir sind hier heute natürlich nicht angereist um uns abschlachten zu lassen und hatten einen klaren Plan. Wir haben Buxtehude in den ersten 20 Minuten mächtig geärgert. Wir haben das Spiel heute nicht in sechzig Minuten verloren, sondern lediglich in den zehn Minuten vor der Pause. Buxtehude kann dann befreit aufspielen und zeigte das wahre Potenzial. In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft dennoch tapfer gekämpft und wir werden auch aus dieser Partie etwas mitnehmen.“, so Emir Hadzimuhamedovic zur deutlichen Niederlage in Buxtehude.

Viel Zeit bis zum nächsten Spiel haben die Neckarsulmerinnen nun wahrlich nicht. Bereits am Mittwochabend spielt die Sport-Union zuhause in der Ballei gegen den Serienmeister der letzten Jahre, den Thüringer HC. Ein Spiel beim dem die NSU auf einen äußerst starken Gegner trifft und vor heimischem Publikum absolut nichts zu verlieren hat.

Buxtehuder SV:
Lenz (4 Paraden / davon 1 Siebenmeter), Gronemann (1 Tor, 11 Paraden) – Meyer, Fischer (5/1), Gubernatis (5), Knippenborg (2), Schirmer (2), Oldenburg (9), Bölk (5), Goos (2), Kaiser (2), Hayn (2), Prior

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenkovic (3 Paraden), Rüttinger (8) – Kalmbach, Hoffmann (4 Tore), Breitinger (5/2), Gerber, Fischer (1), Tissekker, Daniels (4), Ahlin (2/1), Ineichen (2), Vlahovic, Galinska, Vojtiskova

Siebenmeter: Buxtehude 1/1 – Neckarsulm 4/3

Zeitstrafen: Buxtehude 2 – Neckarsulm 5

Zuschauer: 1.250

 

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