Hohe Fehlerquote im Angriff bringt deutliche Neckarsulmer Derby-Niederlage

Hohe Fehlerquote im Angriff bringt deutliche Neckarsulmer Derby-Niederlage

Im dritten Aufeinandertreffen der Saison musste die Neckarsulmer Sport-Union ersatzgeschwächt zum Derby der Handball Bundesliga Frauen nach Metzingen reisen. Ohne Maike Daniels (Magen-Darm-Virus) und Selina Kalmbach (Fieber) kämpften die Neckarsulmerinnen vergeblich bei den TusSies, die sich durch einige Fehler der NSU im Angriff deutlich mit 35:18 durchsetzen können.

In der ersten Halbzeit präsentiert sich die NSU in der ausverkauften Öschhalle zunächst ebenbürtig mit den TusSies Metzingen. Die Abwehr steht, Ann-Cathrin Giegerich startet nach ihrer Verletzungspause mit drei wichtigen Paraden in das Spiel und auch der Neckarsulmer Angriff zeigt zu Beginn gute Szenen. Mitte der ersten Hälfte legt Metzingen allerdings nochmals eine Schippe obendrauf. Bei den Neckarsulmerinnen schleichen sich hingegen nach und nach Fehlwürfe, überhastete Abschlüsse sowie Unkonzentriertheiten in das Angriffsspiel ein, die Metzingen im Gegenstoß direkt bestraft. Innerhalb kürzester Zeit setzen sich die TusSies deutlich ab und liegen zur Pause bereits mit 18:10 in Front.

Auch in der zweiten Hälfte ändert sich am Spielverlauf nichts. Während die NSU nach neun Minuten lediglich ein Treffer erzielen konnte, baut Metzingen die Führung auf über zehn Tore aus. Eigentlich zeigt sich die Abwehr am Samstagabend verbessert. Da in der Offensive aber zahlreiche Bälle abgegeben werden, fallen die Gegentore zu häufig über das Tempospiel. Immerhin in den letzten Minuten zeigt sich die Sport-Union noch einmal treffsicher. Nachdem in 22 Minuten der Ball nur viermal den Weg vorbei an TuS-Torhüterin Jasmina Jankovic ins Tor gefunden hatte, hält die Sport-Union den Rückstand bis zum 35:18-Endstand konstant.

„Leider konnten wir heute nicht zeigen, was noch in uns steckt. Metzingen ist natürlich ein anderes Kaliber und bei uns hat heute mit Maike Daniels unsere Schlüsselspielerin gefehlt, das hat man auch gemerkt. Obwohl wir uns in der Abwehr im Vergleich zur letzten Woche eigentlich etwas verbessert haben, waren das im Angriff eben eindeutig zu viele Fehler. Wir wollen jetzt natürlich mal wieder etwas Zählbares in der Hand haben und werden auch bei diesem schweren Programm nicht aufgeben“, sagte NSU-Trainerin Annamaria Ilyes nach Spielende.

Bereits kommenden Samstag geht es für die Sport-Union nämlich bei der HSG Blomberg-Lippe weiter. Am 28. Februar bestreiten die Neckarsulmerinnen gegen den Thüringer HC dann das nächste Heimspiel in der Ballei.

TusSies Metzingen:
Jankovic (21/1 Paraden), Roch (1/1) – Zapf (8 Tore), Amega (2), Kobylinska, Minevskaja (7/6), Karlsson (1), Ingenpaß (6), Großmann, Weigel (4), Obradovic (2), Beddies (3), Behnke (2)

Neckarsulmer Sport-Union:
Giegerich (11 Paraden), Sattler (1), Brausch (2) – Hoffmann (2 Tore), Breitinger (3/2), Gerber (1), Mack (2), Kaufmann (1), Namat (2), Ineichen (3), Reimer (2), Moldrup (2/1)

Siebenmeter: TuS 6/6 – NSU 6/3

Zeitstrafen: TuS 0 – NSU 5

Zuschauer: 1.050

Ein Kommentar

  1. Klaus Surrer 19. Februar 2018 um 14:15 Uhr- Antworten

    Hallo
    So langsam müssen sich die Verantwortlichen der Handballerinnen hinterfragen, was will man eigentlich. Sich in Deutschland lächerlich machen, diesen Sachverhallt haben wir schon mehrere Wochen. Wenn ein Trainer meint es geht nicht mehr, dann muß man es akzeptieren. Aber wahrscheinlich aus Geldzwang eine Trainerin aus der Hand schütteln der zum jetztigen Zeitpunkt jegliche Erfahrung fehlt, eine Bundesligamannschaft zu führen, dei gegen den Abstieg kämpft.Eigentlich kann man die Mannschaft doch gleich abmelden.
    Schade eigentlich für diese Mannschaft, denen eigentlich nur ein guter Kopf fehl.

    Ein großer Fan

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