Klare Angelegenheit im Topspiel vor Rekordkulisse

Klare Angelegenheit im Topspiel vor Rekordkulisse

Angetrieben von 1100 Zuschauern in der Neckarsulmer Ballei zeigte die Sport-Union im Topspiel und Derby gegen den die SG H2Ku Herrnberg nach der langen Pause wieder eine starke Leistung und kann durch den 30:21-Heimsieg den Vorsprung auf Platz 3 weiter ausbauen.

Neckarsulm startete vor der Rekordkulisse gut in das mit Spannung erwartete Duell und erarbeitete sich durch Lena Hoffmann und Maike Daniels schnell eine 3:0-Führung. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte Gäste-Trainer Hagen Gunzenhauser Redebedarf, nahm seine erste Auszeit und versuchte so seine Mannschaft auf die richtige Spur zu bringen. Doch die Neckarsulmerinnen machten so weiter, wie sie angefangen haben. Die Abwehr um Torhüterin Melanie Herrmann, die nach ihrer langen Verletzungspause ein starkes Comeback feierte, stand sattelfest und vorne baute Kapitänin Hannah Breitinger auf 5:1 aus.

Herrenberg wechselte dann früh die Torhüterin und kämpfte sich über Katrin Schröder und Sulamith Klein bis zum 7:5-Zwischenstand in das Spiel. Eine doppelte Überzahl nutzte die Sport-Union, um sich wieder von den Kuties abzusetzen und dieser Vorsprung sollte dann auch nicht mehr abgegeben werden. Durch eine sichere NSU-Defensive drohte der SG H2Ku im Angriffsspiel immer wieder das Zeitspiel und Neckarsulm verwandelte die Torchancen weiterhin eiskalt. Isi Tissekker erhöhte in der 25. Minute mit einem Kracher erstmals auf sechs Tore, doch Herrenberg konnte bis zur Halbzeitpause noch auf 15:11 verkürzen und hielt den Rückstand so noch in Grenzen.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Neckarsulm direkt an die gezeigte Leistung aus der ersten Hälfte an und setzte sich über die treffsichere Alla Vojtiskova, Lena Hoffmann und Hannah Breitinger wieder auf sechs Tore ab. Herrenberg leistete sich nun immer wieder Unkonzentriertheiten und ließ die NSU trotz einer eigenen Auszeit weiter davon ziehen. Ab der 45. Minute gelang es den Neckarsulmerinnen, bei denen nun auch wieder Katrin Rüttinger im Tor stand, die Kuties auf mindestens 7 Tore Distanz zu halten und erhöhte vor dem Schlusspfiff erneut durch Lena Hoffmann und Kathi Fischer zum viel umjubelten 30:21-Endstand.

„Ganz klar ausschlaggebend für unseren heutigen Sieg war die Abwehrarbeit meiner Mannschaft. Wir haben unter der Woche viel Wert auf die Defensive gelegt und das haben sie wirklich hervorragend umgesetzt. Durch diese super stabile und kompakte Abwehr konnten wir so auch im Angriff eine Leistung zeigen, mit der ich sehr zufrieden bin. Lena, Alla, Maike und Kathi haben hier eine hervorragende Leistung gezeigt und die Chancen durch schöne Positionsangriffe und einer schnellen Mitte konsequent genutzt. Leider wurden unsere Außen konsequent durch Herrenberg weg genommen, weshalb die 1. Welle kaum möglich war. Und mich hat es auch sehr gefreut, dass Melli nach ihrer langen Pause so gut zurück gekommen ist. Wirklich grandios war heute aber die Kulisse hier, die absolut erstligareif war und ich so noch nicht in Neckarsulm erlebt habe. Ich bin froh, dass wir so unseren Teil dazu beitragen konnten und wir freuen uns nun auf nächsten Samstag.“, sagte der zufriedene NSU-Trainer Emir Hadzumuhamedovic nach Spielende.

Durch diesen souveränen Heimsieg wurde der Neckarsulmer Vorsprung auf Platz 3 nun schon auf elf Punkte ausgebaut. Am kommenden Samstag empfängt Neckarsulm dann im zweiten Heimspiel in Folge die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern, die sich aus finanziellen Gründen nach dieser Saison zurück ziehen werden. Mit einem Heimsieg gegen Koblenz kann bereits fünf Spieltage vor Saisonende das Ziel, der Aufstieg in die 1. Bundesliga, perfekt gemacht werden. Trotz dieser enormen Motivation für das kommende Spiel ist die NSU vor den individuell stark besetzten Vulkan-Ladies gewarnt und bereitet sich nun konzentriert auf das schwere Spiel vor.

Neckarsulmer Sport-Union:
Herrmann (13 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Rüttinger (4) – Kalmbach, Hoffmann (7), Wolf, Breitinger (5/2), Gerber (1), Fischer (5), Kaufmann (1), Tissekker (2), Daniels (2), Ineichen, Vojtiskova (7)

SG H2Ku Herrenberg:
Lide, Staudenmaier (7 Paraden) – Berger (2), Frey, Klein (5), Schröder (5), S. Neubrander, Foth (2), Kornet (3/2), L. Neubrander, Gebhard (2), Stonawski (1), Beddies (1)

Siebenmeter: Neckarsulm 2/2 – Herrenberg 3/2

Zeitstrafen: Neckarsulm 0 – Herrenberg 3

Zuschauer: 1.100

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