Mangelnde Chancenverwertung bringt erste Neckarsulmer Niederlage

Mangelnde Chancenverwertung bringt erste Neckarsulmer Niederlage

Am 19. Spieltag erwischte es nun also auch die Neckarsulmer Sport-Union: vor 1000 Zuschauern mussten die Neckarsulmerinnen am Samstagabend beim 23:26 gegen die HSG Bensheim/Auerbach die erste Liga-Niederlage der Saison hinnehmen. Neckarsulm musste erneut auf Melanie Herrmann verzichten, weshalb Torwarttrainerin Susanne Anker als Ersatz aushalf. Bei den Flames konnte neben Lisa Friedberger und Anja Ernsberger auch die Niederländerin Sanne Hoekstra nicht eingesetzt werden.

Neckarsulm startete gut in das Spiel und ging durch einen Doppelschlag von Luisa Gerber und Lena Hoffmann schnell mit 4:1 in Führung. Die Neckarsulmer Defensive und Katrin Rüttinger, die erneut eine gute Leistung im NSU-Tor zeigte, fanden schnell in die Partie und konnten so die 3-Tore-Führung weiter halten. Auch eine Auszeit von Gäste-Coach Florian Bauer wollte seinen Flames erstmal nicht helfen, in das Spiel zu finden. Doch ab der 12. Minute, in der Lena Hoffmann noch das 8:5 für die Sport-Union markierte, wollte in der NSU-Offensive nichts mehr funktionieren. 12 Minuten lang blieb die Sport-Union ohne Torerfolg. Dabei wurden nicht nur zwei Siebenmeter-Versuche verworfen, sondern auch einige freie Gegenstöße, die sonst das Neckarsulmer Spiel prägen. Bensheim nutzte diese Schwächephase und konnte in der 15. Minute durch Topscorerin Ivana Sazdovski erstmals ausgleichen. Gestützt auf eine gute Torhüterleistung gingen die Flames dann sogar erstmals mit zwei Toren in Führung.

Bis zur 25. Minute hielt die Neckarsulmer Abschlussschwäche an, ehe Kathrin Fischer durch ihren Treffer zum 9:10 die Ballei nach langer Zeit wieder jubeln ließ. Durch einen weiteren verwofenen Siebenmeter verpasste Neckarsulm es dann leider, vor der Pause auszugleichen. Stattdessen baute Bensheim die Führung durch Romana Grausenburger wieder aus. Luisa Gerber konnte zehn Sekunden vor der Pausensirene nur noch den 10:12-Anschlusstreffer erzielen.

Die zweite Hälfte begann hoffnungsvoll für die Sport-Union. Über Alla Vojtiskova und Maike Daniels kämpften sie sich zurück in das Spiel und konnten zum 13:13 ausgleichen. Nun wollte bei den Flames gegen die starke NSU-Defensive nichts funktionieren und so ging die Sport-Union durch Luisa Gerber und Svenja Kaufmann in Unterzahl erstmals wieder mit zwei Toren in Führung. Aber auch die Flames gaben im umkämpften Spiel nicht so einfach aus und drehten die Partie durch Romana Grausenburger erneut. Das Spiel wog nun ausgeglichen hin und her: Lena Hoffmann beendete durch drei Treffer erfolgreich die 7m-Pechsträhne und konnte so immer wieder ausgleichen.

Ab der 50. Minute leistete sich die Sport-Union dann allerdings wieder ein paar Fehler zu viel in der Offensive, die Flames spielten weiterhin konstant und sorgten sieben Minuten vor dem Ende für die spielentscheidende 3-Tore-Führung durch Martha Logdanidou. Neckarsulm kämpfte weiter aufopferungsvoll und versuchte sich durch eine offensive Manndeckung gegen die Niederlage zu stemmen. Doch alle Bemühungen halfen nichts mehr: die Flames gingen mit 23:26 als Sieger vom Feld und sorgten so für die erste Liga-Niederlage der Sport-Union.

„Wir haben nach dem 8:5 in der ersten Hälfte zwei Siebenmeter und zwei Gegenstöße verworfen und dann ist es eine Kopfsache geworden. Wenn du so viele Freie verwirfst, kannst du das Spiel – unabhängig vom Gegner – nicht gewinnen. Wir müssen die heutige Niederlage jetzt abhaken. Wir haben unsere Siege nicht überbewertet, das werden wir auch mit der Niederlage nicht machen. Aber jetzt müssen wir schon zeigen, wie reif wir wirklich sind.“, sagte Trainer Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.

Und das können die Unionerinnen bereits am kommenden Samstag zeigen, wenn es auswärts zum TSV Haunstetten geht. Mit den Augsburgerinnen wartet direkt der nächste schwere Gegner, der lange Zeit überraschend auf Platz drei stand. Nach fünf Niederlagen aus den letzten sieben Spielen rutschte der TSV in der Tabelle zwar etwas nach unten, konnte aber zuletzt durch einen Heimsieg gegen Trier zwei wichtige Punkte holen.

Neckarsulmer Sport-Union:
Anker (nicht eingesetzt), Rüttinger (14 Paraden) – Kalmbach, Hoffmann (5/3), Wolf, Breitinger, Gerber (5), Fischer (4), Kaufmann (1), Tissekker, Daniels (3), Ineichen, Vojtiskova (5)

HSG Bensheim/Auerbach:
Bohneberg, Radke (21 Paraden) – Mössinger (1), Sazdovski (6/1), Grausenburger (7), Logdanidou (4/1), Jespersen, Hoekstra, Bartaseviciene, Tinti (1), Maidhof, Hildebrand (3), Moser (4)

Siebenmeter: Neckarsulm 7/3 – Bensheim 3/2

Zeitstrafen: Neckarsulm 2 – Bensheim 2

Zuschauer: 1000

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