Neckarsulm bietet dem Thüringer HC mächtig Paroli

Neckarsulm bietet dem Thüringer HC mächtig Paroli

Bundesliga Frauen: Thüringer HC – Neckarsulmer Sport-Union 26:24 (11:10) [sg]

Vor dem kommenden Heimspiel gegen den SVG Celle wollte die Neckarsulmer Sport-Union im schweren Spiel beim deutschen Mester Thüringer HC so lange wie möglich dagegen halten und Selbstvertrauen tanken. 60 Minuten lang ärgerte die Sport-Union den THC gehörig und konnte trotz der knappen 26:24-Niederlage erhobenenen Hauptes und zufrieden die Heimfahrt bewältigen. Die Punkte, die Neckarsulm im Abstiegskampf sehr gut getan hätten, gehen aber auf des Konto der derzeitigen Tabellenzweiten.

Ohne Katrin Rüttinger und Nives Ahlin stellte Neckarsulm beim ebenfalls ersatzgeschwächten deutschen Meister eine starke Abwehr und ging direkt in Führung. Erst nach sieben Minuten gelang den Gastgeberinnen durch Manon Houette nach einem Neckarsulmer Fehler im Gegenst0ß das erste Tor. Auch nach der zwischenzeitlichem Führung des THC ließ sich Neckarsulm nicht abschütteln. Dank einer starken Abwehr und Melanie Herrmann im Tor ging die Sport-Union durch Tore von der stark aufspielenden Maike Daniels, Alla Vojtiskova und Seline Ineichen wieder mit zwei Toren in Führung, verpasste es aber gegen Dinah Eckerle im THC-Tor diese mit in die Kabine zu nehmen.

Nach der Pause kam Thüringen super aus der Kabine und setzte sich durch drei Tore in Folge direkt auf 14:10 ab. Wer glaubte, dass der THC dieses Spiel nun wie erwartet locker für sich entscheiden wird, sah sich aber schnell getäuscht. Neckarsulm kämpfte weiter, blieb am THC dran und verkürzte wieder auf ein Tor. Wie im Hinspiel konnte die Mannschaft von Trainer Emir Hadzimuhamedovic das Spiel dank einer kämpferischen Leistung spannend halten. Nur kurze Zeit später kann sich der THC aber erneut absetzen, liegt 15 Minuten vor Spielende wieder mit vieren Toren in Front. Doch die Sport-Union gibt sich nicht geschlagen. Mit zwei Kreisläuferinnen kommt die NSU wieder an die Gastgeberinnen ran und habt kurz vor Ende der 60 Minuten die Chance auf einen Punktgewinn. In der Schlussminute bekommt der THC trotz einer starken Neckarsulmer Defensive aber einen weiteren Siebenmeter zugesprochen, den die erfahrene Katrin Engel souverän verwandelt und schließlich für den 26:24-Endstand sorgt. Neckarsulm verpasst es zwar nach einer starken Leistung, ein oder zwei mögliche Punkte aus der stimmungsvollen Salza Halle mitzunehmen, kann aber stolz auf die gezeigte Leistung sein.

„Wir haben dem deutschen Meister 60 Minuten lang Paroli geboten. Die uns vorgenommenen taktischen Vorgaben haben die Mädels super umgesetzt. Die, heute und hier, gezeigte Leistung macht mich stolz und glücklich und gibt uns viel Kraft und Selbstvertrauen für die kommenden Spiele. Mit etwas Glück hätten wir hier etwas Zählbares mitnehmen können, das hätte uns natürlich sehr gut getan. Am Ende gewinnt der THC glücklich, aber nicht unverdient.“, sagte NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.

Am kommenden Samstag steigt für die Sport-Union in der heimischen Ballei dann um 18:00 Uhr mit dem Abstiegskrimi gegen den SVG Celle das nächste Spiel. Ein Sieg ist für die NSU aufgrund der derzeitigen Tabellenkonstellation definitiv Pflicht. Tickets für die Begegnung sind an allen reservix/Adticket-Vorverkaufsstellen oder online unter www.nsu-handball.de/tickets erhältlich.

Thüringer HC:
Eckerle (20/1 Paraden), Szott – Scheffknecht, Redder, Pintea (1 Tor), Schmelzer (1), Niederwieser (1), Aguliar Diaz (3), Engel (7/6), Houette (1), Jakubisova (3), Kiedrowski (4), Wohlbold (5)

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenkovic, Herrmann (17/3 Paraden) – Kalmbach, Hoffmann (1 Tor), Breitinger (5/2), Gerber (1), Fischer, Kaufmann, Tissekker (1), Daniels (8/2), Ineichen (4), Vlahovic, Galinska, Vojtiskova (4)

Siebenmeter: THC 9/6 – NSU 5/4

Zeitstrafen: THC 4 – NSU 3

Zuschauer: 1.007

Bildquelle: AM-Fotografie

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