Neckarsulm feiert nach einem packenden Spiel die Zweitligameisterschaft

Neckarsulm feiert nach einem packenden Spiel die Zweitligameisterschaft

Vor 420 Zuschauern in der Zwickauer Sporthalle Neuplanitz konnte die Sport-Union nach großem Kampf die deutsche Zweitligameisterschaft und endlich auch den ersten Auswärtssieg in Zwickau feiern. Da der TV Nellingen punktemäßig nur noch mit der Sport-Union gleich ziehen kann, die Tordifferenz der Schwaben Hornets aber deutlich schlechter ist, wird sich die NSU den Titel nicht mehr nehmen lassen.

Beide Mannschaften starteten ersatzgeschwächt in das Spiel und befanden sich direkt auf Augenhöhe. Zwickau legte die Tore vor und Neckarsulm verkürzte in Person durch Hannah Breitinger und Lena Hoffmann. Der BSV Sachsen Zwickau nutzte dann eine erste 2-Minuten-Strafe gegen Maike Daniels, um die Führung auf 7:4 auszubauen. Aber auch Neckarsulm wollte unbedingt die Punkte holen und Alla Vojtiskova traf gegen den offensiv deckenden BSV drei Mal in Folge zum 8:9-Führung. Das Spiel wog nun immer wieder hin un her: erst erarbeitete sich die Sport-Union durch Tore von Seline Ineichen und Isi Tissekker einen Vorsprung und nur wenige Minuten später konnten die Gastgeberinnen wieder ausgleichen. Gegen Ende der zweiten Hälfte setzte sich dann Zwickau wieder einmal etwas ab und konnte so mit dem 18:16 einen Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine mitnehmen.

„Erstmal meinen Respekt an Zwickau. Wir haben heute einen deutlich stärkeren BSV gesehen als noch in der Hinrunde und die haben uns mächtig Probleme bereitet. In der ersten Hälfte haben wir einfach keine gute Abwehr gespielt. 18 Gegentore sind für uns deutlich zu viel.“, so NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic.

Nach dem Seitenwechsel lag der Neckarsulmer Fokus vor allem auf der Abwehrarbeit und angetrieben vom Neckarsulmer Anhang stand diese nun auch deutlich besser. In Überzahl kämpfte sich die NSU durch Maike Daniels und Isi Tissekker zurück und konnte auf 23:22 verkürzen. Das Spiel war nun wieder extrem ausgeglichen und Zwickau drohte gegen die nun starke Neckarsulmer Defensive immer wieder das Zeitspiel. Die Sport-Union nutzte diesen Lauf, drehte das Spiel und lag durch drei Tore von der unglaublich treffsicheren Alla Vojtiskova, Luisa Gerber und Lena Hoffmann acht Minuten vor Ende mit 26:29 in Front. Auch eine Auszeit des BSV und die Hinausstellung von Alla Vojtiskova für zwei Minuten konnte Zwickau nicht mehr nutzen. Unschöner Schlusspunkt war dann noch ein Gesichtstreffer an Lena Hoffmann. Aber auch das schüttelte Neckarsulm ab und konnte so nach einem packenden Spiel gemeinsam mit den Fans die Meisterschaft auf der langen Heimreise feiern.

„Das war ein hartes Stück Arbeit heute! Wir haben in der zweiten Halbzeit eine ganz andere Einstellung und Bereitschaft in der Abwehr gezeigt. Das hatte zu Folge, dass wir nur noch zehn Gegentore kassiert haben. Die Abwehr war der Schlüssel zum Sieg. Die Angriffsleistung war sehr gut und heute hat Alla mal wieder gezeigt, wie wichtig sie für uns ist.“, sagte der glückliche Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.

Am kommenden Samstag soll dieser Erfolg nun vor heimischer Kulisse gefeiert werden, wenn die Sport-Union zuhause um 18 Uhr den HC Rödertal empfängt. Nach der Heimniederlage letzte Saison und dem Unentschieden im Dezember haben die Neckarsulmerinnen hier auch noch eine Rechnung offen.

BSV Sachsen Zwickau:
Baranowska, Neagoe (beide im Tor) – Hessel (7/5), Starcek (2), Pester, Kracht (1), Aleksandraviciute, Stegert (1/1), Hopp (2), Schneider (4), Choinowski (5), Majer (1), Zuber (5)

Neckarsulmer Sport-Union:
Melanie Herrmann, Katrin Rüttinger (beide im Tor) – Kalmbach, Hoffmann (4), Wolf, Breitinger (5/4), Gerber (3), Fischer, Tissekker (4), Daniels (1), Ineichen (2), Vojtiskova (12)

Siebenmeter: Zwickau 7/6 – Neckarsulm 5/4

Zeitstrafen: Zwickau 2 – Neckarsulm 4

Zuschauer: 420

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