Neckarsulm gibt Auswärtsspiel in Leipzig durch schwache erste Hälfte aus der Hand

Neckarsulm gibt Auswärtsspiel in Leipzig durch schwache erste Hälfte aus der Hand

Bundesliga Frauen: HC Leipzig – Neckarsulmer Sport-Union 28:23 (16:8) [sg]

Die Sport-Union wollte am 14. Spieltag der Handball Bundesliga in Leipzig eigentlich das Kunststück vom ersten Spieltag wiederholen, zog aber durch eine schwache erste Hälfte am Ende den Kürzeren. Trotz namhafter Abgänge beim HC Leipzig ging der finanziell stark angeschlagene Gastgeber als Favorit in die Begegnung und revanchierte sich bei der Sport-Union für die überraschende Niederlage in Neckarsulm zu Beginn der Saison.

In der traditionsreichen Leipziger Ernst-Grube-Universitätshalle erwischte die Neckarsulmer Sport-Union gegen den amtierenden deutschen Pokalsieger keinen guten Start. Ohne Luisa Gerber und Milana Vlahovic tat sich die NSU im Abschluss schwer und lag nach acht Minuten mit 5:2 in Rückstand. Leipzig nutzte die Neckarsulmer Fehler gnadenlos aus und konterte durch Alexandra Mazzucco zu einer schnellen Führung. Trainer Emir Hadzimuhamedovic nahm nur kurze Zeit später seine erste Auszeit, wechselte etwas durch, konnte aber schließlich nicht die Wende bringen. Der Neckarsulmer Angriff stotterte gegen die Leipziger Defensive und Torhüterin Nele Kurzke gewaltig und in der Abwehr kam die Sport-Union zu selten zu Ballgewinnen gegen den HCL. Und so setzten sich die Leipzigerinnen durch einfache Tore deutlich ab und schickte Neckarsulm mit einem 16:8-Rückstand in die Kabine.

In der zweiten Hälfte kam Neckarsulm aber deutlich besser aus der Kabine. Die Abwehr packte zu und über Maike Daniels sowie Seline Ineichen verkürzte die Sport-Union Tor um Tor und machte das Spiel beim 19:16-Zwischenstand durch Isabel Tissekker wieder spannend. Der HCL reagierte schnell, nahm direkt eine Auszeit und unterbrach den Neckarsulmer Lauf. Leipzig baute die Führung wieder etwas aus, aber Neckarsulm verkürzte in doppelter Überzahl nochmals durch Ineichen. Doch die Aufholjagd war leider vergebens und die Hypothek aus der ersten Hälfte einfach zu groß. Über Mazzucco und Rode baute Leipzig den Vorsprung per Gegenstoß wieder aus und setzte sich am Ende mit 28:23 verdient gegen die Sport-Union durch.

„Mit der ersten Hälfte bin ich heute nicht einverstanden, wir haben aus dem Rückraum schlecht geworfen und Leipzig zu leichten Toren eingeladen. Durch einen Kraftakt müssen wir uns dann in der zweiten Halbzeit wieder ran kämpfen. Durch eine starke Phase schaffen wir das bis auf drei Tore auch, aber am Ende gewinnt Leipzig durch unsere schlechte erste Hälfte verdient. Wenn wir mit drei, vier Toren Rückstand in die Pause gehen, dann hast du hier ein anderes Spiel.“, sagte Trainer Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.

HC Leipzig:
Kurzke (20/1 Paraden, 1 Tor), Roth – Mazzucco (8 Tore), Einarsdottir (1), Bösch (4/1), Reimer (2/1), Minevskaja (3/2), Sturm (3), Urbricht (3), Rode (3), Weise, Theilig

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenković (1/1 Parade), Herrmann (8/1), Rüttinger – Kalmbach (3 Tore), Hoffmann (3/1) Breitinger (2), Fischer (1), Kaufmann, Tissekker (2/1), Daniels (4), Ahlin (1), Ineichen (6), Galinska, Vojtiskova (1)

Siebenmeter: Leipzig 6/4 – Neckarsulm 3/2

Zeitstrafen: Leipzig 4 – Neckarsulm 3

Zuschauer: 971

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