Neckarsulm möchte sich in Oldenburg nicht verstecken

Neckarsulm möchte sich in Oldenburg nicht verstecken

Nach rund zwei Wochen Pause vom Ligabetrieb reisen die Neckarsulmer Bundesliga-Frauen am kommenden Mittwoch zum VfL Oldenburg. Das eigentlich für den 07. Januar terminierte Bundesliga-Spiel wurde durch die Teilnahme des VfL Oldenburg im EHF-Cup verlegt und beschert der Sport-Union damit vor dem Heimspiel gegen Mitaufsteiger Nellingen (Samstag, 18 Uhr) eine englische Woche.

In der Liga reihte sich Oldenburg im Vorjahr hinter den Top-Vier mit deutlichem Abstand nach vorne und nach hinten ein und hat sich in der aktuellen Saison nach anfänglichen Schwierigkeiten stabilisiert. Bereits im November standen sich beide Mannschaften im DHB-Pokal-Achtelfinale gegenüber, das die NSU nach einer schwachen Phase in der ersten Hälfte am Ende knapp verloren hatte. Neckarsulm verlor im ersten Aufeinandertreffen mit dem VfL nach einem guten Auftakt plötzlich den Faden, bekam vor der Pause einige schnelle Tore über den Gegenstoß und konnte diesen Rückstand trotz guter zweiter Halbzeit schließlich nicht mehr aufholen.

Damals fehlte dem Oldenburger Trainer u.a. mit Angie Geschke die Top-Torschützin, die mit 57 Treffern zu den Top 10 der HBF gehört. Während Geschke am Mittwochabend wieder mit von der Partie sein wird, sind die Gastgeberinnen derzeit trotzdem sehr ersatzgeschwächt. Beim Europapokalauftritt im dänischen Randers musste Krowicki auf Kim Birke und Isabelle Jongenelen verzichten. Zusätzlich verletzte sich dann mit der zweiten Linksaußen Veronika Mala in Randers eine weitere Spielerin, wodurch dem VfL am vergangenen Samstag nur noch acht Feldspielerinnen zur Verfügung standen.

Die Sport-Union hatte nach den beiden Niederlagen gegen Bad Wildungen und in Bietigheim zwei Wochen Zeit, sich auf das Auswärtsspiel vorzubereiten. Auch beim VfL Oldenburg, der aktuell mit 11:9 Punkten auf dem achten Tabellenplatz steht, geht die NSU als Außenseiter in die Partie. Allerdings musste der VfL in diesem Jahr bereits vier Spiele innerhalb von zehn Tagen absolvieren.

Da bereits am Samstag das nächste wichtige Heimspiel gegen die Schwaben Hornets vom TV Nellingen für Neckarsulm auf dem Programm steht, reist der NSU-Tross am Mittwochmittag per Flugzeug in Richtung Bremen. Mit an Bord ist trotz zwischenzeitlicher Ausfälle im Training voraussichtlich der komplette Kader der Sport-Union. „Selina Kalmbach hat seit etwa einer Woche eine Nasennebenhöhlenentzündung. Sie musste bis Anfang der Woche Antibiotika nehmen, das zum Glück angeschlagen ist, und kann im Normalfall am Mittwoch dabei sein. Neben Svenja Kaufmann, die zwischenzeitlich erkältet war, fehlte uns nach Bietigheim auch Melanie Herrmann mit Adduktorenproblemen. Sie hat das aber auskuriert und konnte am Samstag wieder voll ins Training einsteigen.“, sagte NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic zur aktuellen Personalsituation.

Bereits im DHB-Pokal konnte Neckarsulm insgesamt gut mithalten und möchte sich in Oldenburg auf keinen Fall verstecken. „Wir konnten schon im November einigermaßen gut mithalten und reisen nicht nach Oldenburg, um uns zu verstecken. Der VfL ist im Rückraum definitiv besser besetzt, allerdings haben sie 2,3 verletzte Spielerinnen und schon vier Spiele im Januar absolviert. Meine Mannschaft war in den vergangenen zwei Wochen wieder fleißig im Training und wir konnten ein paar Problemchen aufarbeiten. Wir reisen mit Respekt nach Oldenburg und wollen unser bestes Spiel am Mittwoch zeigen.“, so Hadzimuhamedovic weiter.

 

 

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