Neckarsulm reist als Erstliga-Aufsteiger zum BSV Sachsen Zwickau

Neckarsulm reist als Erstliga-Aufsteiger zum BSV Sachsen Zwickau

Das vergangene Wochenende wird in Neckarsulm so schnell nicht vergessen werden. Durch den 38:20-Kantersieg gegen Koblenz/Weibern machten den die Neckarsulmerinnen vor 1.260 Zuschauern den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt und konnten somit Geschichte schreiben. Erstmals wird in der kommenden Saison eine Neckarsulmer Frauenhandball-Mannschaft im deutschen Oberhaus spielen und nun soll in den restlichen fünf Spielen außerdem noch die Zweitligameisterschaft geholt werden.

Am kommenden Samstag trifft die Sport-Union im ersten Spiel nach dem Aufstieg auswärts auf den BSV Sachsen Zwickau. Die Gastgeberinnen, die im letzten Jahr noch um den Aufstieg gekämpft haben, stehen nach einer enttäuschenden Saison derzeit mit 23:27 Punkten nur auf dem 10. Platz. Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt folgten bis Mitte Dezember sieben Niederlagen (u.a. auch die höchste Niederlage beim 36:22 in Neckarsulm) und Zwickau kam den Abstiegsrängen immer näher. Erst zum Jahreswechsel besserte der BSV sein Punktekonto durch vier Siege in Folge auf und kletterte in der Tabelle wieder etwas nach oben. Doch die Zwickauer Achterbahnfahrt ging weiter und nach einer Serie von 5 Spielen ohne Sieg zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Der bisherige Trainer Karsten Knöfler wurde von Andy Palm abgelöst, der vorher im Jugendbereich und bei der zweiten Mannschaft des BSV tätig war.

Unter Palm gelangen den Sachsen in vier Spielen nun zwei Siege vor heimischer Kulisse sowie ein Unentschieden beim TSV Haunstetten. Und auch gegen Neckarsulm rechnet sich der BSV nun durchaus Chancen aus, der seine Mannschaft laut Vereinshomepage vor allem mit dem Video des Neckarsulmer Spiels in Bremen vorbereiten wird. Die bisherigen Spiele der Sport-Union in der Zwickauer Sporthalle Neuplanitz waren immer eine knappe Angelegenheit vor angespannter und stimmungsvoller Kulisse. Bevor sich Neckarsulm nun aus der 2. Bundesliga verabschiedet, soll natürlich unbedingt noch der erste Auswärtssieg in Zwickau gelingen.

Besonders gefährlich ist die Zwickauer Mannschaft vor allem aus dem Rückraum und vom Kreis. Mit Christina Zuber, die in der kommenden Saison zu Erstligist Bad Wildungen wechselt, spielt die Topscorerin (96 Tore) im linken Rückraum und auch Auf Rückraum Mitte spielen mit Silvia Sajbidor und Josephine Hessel durchaus torgefährliche Aufbauspielerinnen. Schmerzlich vermisst wurde in dieser Saison die ehemalige Topscorerin Petra Starcek, die lange verletzt ausfiel und nun langsam wieder in Spielbetrieb eingebunden werden soll. Immer ein Spiel entscheiden kann aber auch Kreisläuferin Stefanie Pruß, die zum Beispiel im vergangenen Jahr mit 8 Toren maßgeblich am Heimsieg gegen die NSU beteiligt war und auch in dieser Saison die drittbeste Torschützin in Zwickau ist.

Ähnlich wie Zwickau können die Neckarsulmerinnen von Trainer Emir Hadzimuhamedovic nun völlig befreit und ohne Druck nach Zwickau reisen. Das Ziel, der Aufstieg in die 1. Bundesliga, wurde vorzeitig erreicht und nun soll als Krönung dieser grandiosen Saison noch die Zweitligameisterschaft geholt werden. Da Nellingen vergangenen Samstag überraschend gegen den bereits feststehenden Absteiger Mainz-Bretzenheim verloren hat, kann Neckarsulm durch zwei Punkte in Zwickau den Vorsprung auf Platz zwei so ausbauen, dass die Schwaben Hornets punktemäßig nur noch ausgleichen können. Da die Neckarsulmer Tordifferenz um über 100 Tore besser ist, kann der Sport-Union dann die Meisterschaft eigentlich nicht mehr geklaut werden.

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