Neckarsulm verliert ohne Zugriff in der Abwehr deutlich in Bad Wildungen

Neckarsulm verliert ohne Zugriff in der Abwehr deutlich in Bad Wildungen

Bundesliga Frauen: HSG Bad Wildungen Vipers – Neckarsulmer Sport-Union 42:34 (22:16) [sg]

Gegen einen direkten Konkurrenten um den Tabellenkeller wollten die Neckarsulmerinnen am Samstagabend unbedingt Punkte holen, um sich vor dem Showdown gegen Nellingen tabellarisch noch einmal zu verbessern. Gegen den starken Heimauftritt der Bad Wildungen Vipers hätte die Sport-Union aber eine Leistung am oberen Limit, wie zuletzt zum Beispiel gegen Bietigheim gebraucht. Diese konnte Neckarsulm aber vor allem in der Abwehr nicht abrufen, weshalb am Ende eine deutliche 42:34-Niederlage in der Bad Wildunger Ensehalle auf der Anzeigetafel stand.

Von Beginn an kam die NSU, die erneut auf Seline Ineichen und Milana Vlahovic verzichten musste, gegen aggressive Vipers nicht richtig in das Spiel rein und lag relativ schnell mit zwei Toren im Hintertreffen. In dem auf beiden Seiten schnell geführten Spiel ging es hin und her und Neckarsulm kam nach zehn Minuten beim 5:5 durch Alla Vojtiskova noch einmal zum Ausgleich. In der Abwehr hatte die Sport-Union aber zu viele Probleme mit den Vipers, weshalb diese sich durch einfache Tore durch die lückenhafte Defensive oder im Gegenstoß mit fünf Toren absetzen. Neckarsulms Trainer Emir Hadzimuhamedovic versucht den Wildunger Lauf mit einer Auszeit zu unterbrechen, doch diese zünden ihr Offensiv-Feuerwerk weiterhin ab. Schon früh im Spiel muss Hadzimuhamedovic seine zweite Auszeit nehmen und in doppelter Überzahl kann die Sport-Union bis zur Pausensirene immerhin nochmal verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel versucht die NSU die Vipers-Offensive durch zwei Manndeckungen von Bad Wildungens Topscorerin Laura Vasilescu sowie Anouk Nieuwenweg besser in den Griff zu bekommen. Doch die Vipers zeigen sich auch davon unbekümmert, lassen Neckarsulm nicht näher ran kommen und erhöhen Mitte der zweiten Halbzeit sogar noch einmal. Im Angriff kann die Sport-Union an diesem Abend definitiv mithalten und wirft am Ende 34 Tore, die Neckarsulmer Deckung ist an diesem Abend aber zu weit von den Gegenspielerinnen entfernt und macht es Bad Wildungen über 60 Minuten zu einfach.

„Wir haben verdient verloren und waren die schlechtere Mannschaft. Uns ist es über 60 Minuten nicht gelungen, die Abwehr zu stabilisieren und wir hatten keinen Zugriff. Bad Wildungen hat das dann auch super schlau gemacht, weshalb sie immer wieder zu einfachen Toren gekommen sind. Ich hätte nie davon geträumt, dass wir hier 34 Tore werfen und ich trotzdem über eine Niederlage von uns reden muss. Wir haben in den letzten Wochen gegen Gegner, die sogar deutlich höher angesiedelt sind, tatsächlich wesentlich bessere Leistungen gebracht. Wir wurden für unsere Leistungen in diesen Spielen nicht belohnt und das nagt natürlich am Selbstvertrauen der Mannschaft. Aber wir müssen schauen, dass wir den heutigen Abend schnell aus den Köpfen bekommen, nach vorne schauen und nächste Woche zuhause gegen Oldenburg wieder angreifen.“, so Hadzimuhamedovic nach Spielende.

An der Ausgangslage hat sich für Neckarsulm trotz der bitteren Niederlage in Bad Wildungen nichts geändert, da Konkurrent Nellingen sich zuhause im Derby gegen Metzingen ebenfalls deutlich geschlagen geben musste. Die Neckarsulmerinnen müssen die Niederlage nun schnell hinter sich lassen und nach vorne schauen, da es bereits am kommenden Samstag zum vorletzten Heimspiel gegen den VfL Oldenburg in der Ballei kommt. Tickets gibt es wie immer an allen reservix-Vorverkaufsstellen sowie online unter www.nsu-handball.de/tickets zu kaufen.

HSG Bad Wildungen Vipers:
Duijndam (4 Paraden), Brütsch (6/1) – Busch (7 Tore), Nieuwenweg (5), van Rossum (1), Schmidt-Robben (5), Bolze (2), Beugels, Nagy (4), Vasilescu (15/9), Haggerty (3)

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenkovic (4 Paraden), Herrmann (6), Rüttinger – Kalmbach (2), Hoffmann (8/2), Breitinger (2), Gerber (5), Fischer (3), Kaufmann (2), Tissekker (3), Daniels (5/3), Ahlin (2), Ineichen, Galinska, Vojtiskova (2)

Siebenmeter: BWV 9/9 – NSU 7/5

Zeitstrafen: BWV 6 – NSU 3

Zuschauer: 600

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