Neckarsulmer Rückrunden-Auftakt bei den abstiegsgefährdeten Trierer Miezen

Neckarsulmer Rückrunden-Auftakt bei den abstiegsgefährdeten Trierer Miezen

Zum Auftakt in die Rückrunde der 2. Bundesliga reisen die Neckarsulmer Handball-Frauen zu den Trierer Miezen, die im Kampf um den Nichtabstieg dringen Punkte benötigen.

Im vergangenen Jahr mussten die Miezen nach dem Abstieg den schweren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Unter der neuen Trainerin Daniela Filip musste in Trier aufgrund zahlreicher Abgänge eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Doch innerhalb der ersten zehn Pflichtspiele konnte die DJK/MJC Trier lediglich ein Spiel gewinnen (30:25 gegen Bretzenheim) und musste sich, wie zum Beispiel bei der 35:21-Niederlage in der Neckarsulmer Ballei, oft deutlich geschlagen geben. Nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Mainz 05 bat Daniela Filip dann um Vertragsauflösung. Der Verein ist dieser Bitte nachgekommen und präsentierte zuletzt Cristina Cabeza als Trainer-Rückkehrerin. Nach der Trennung von Daniela Filip konnten die Miezen zuhause überraschend gegen Bensheim/Auerbach und deutlich gegen Bremen gewinnen. In Kirchhof wurde dieser kleine Lauf dann direkt wieder gestoppt: trotz einer 19:12-Pausenführung unterlagen die Miezen nach einem 0:12-Lauf sowie einer zwanzigminütigen Torflaute dem davor noch sieglosen Tabellenschlusslicht mit 25:26.

„Natürlich steckst du so ein Spiel nicht einfach weg“, sagt Cabeza auf der Vereinshomepage und blickt trotzdem hoffnungsvoll auf das Heimspiel gegen die Sport-Union. „Ja, Neckarsulm ist ohne Zweifel eine sehr, sehr starke Mannschaft. Sie stehen nicht umsonst auf Platz eins, aber es ist ein Spiel sechs gegen sechs.“, so die Trierer Trainerin weiter. Nach der bitteren Niederlage hofft sie auf eine Reaktion der Mannschaft und will so möglicherweise den 7-Punkte-Rückstand auf das rettende Ufer verkürzen.
Mit dem Spiel am kommenden Samstag treffen nun die derzeit zweitschlechteste und die zweitbeste Defensive der Liga aufeinander. Trier kassierte in der bisherigen Saison 445 Gegentore und muss im Heimspiel gegen die NSU laut Cabeza eventuell auf Torhüterin Jessica Kockler verzichten, die an den Folgen eines Autounfalls leidet. Offensiv sind die Miezen allerdings deutlich stärker und liegen mit 400 Toren eigentlich im Mittelfeld der Liga. Vor allem Joline Müller, Lucia Weibelova und Caroline Thomas strahlen Torgefahr aus. Müller ist mit 103 Treffern (davon 27 7m-Tore) die drittbeste Scorerin der Liga und auch Weibelova gehört mit 76-Feldtoren zu den Top-Torschützinnen. Außerdem verstärkten sich die Miezen zuletzt mit der ehemaligen ukrainischen Nationalspielerin Yewgenija Knoroz, die in der Winterpause verpflichtet wurde.

Die Sport-Union geht hingegen auch am Samstagabend in der Arena Trier tabellarisch gesehen als klarer Favorit in das Spiel. Zuletzt setzen sich die Unionerinnen gegen die unangenehme Mannschaft vom TV Beyeröhde erstmals durch und konnten die Hinrunde somit perfekt ohne Niederlage abschließen. Durch einen Sieg bei Erstliga-Absteiger Trier wäre die NSU also dem Ziel „Aufstieg in die 1. Bundesliga“ wieder ein Schritt näher.

„Wir schauen nicht auf die Tabelle und sind voll konzentriert auf das morgige Spiel. Wir wissen, dass es schwer ist gegen Trier zu spielen und sie eine unangenehme Mannschaft sind. Aber ich bin guten Mutes. Meine Mannschaft machte in dieser Trainingswoche einen sehr guten Eindruck. Sie sind absolut entschlossen und fokussiert auf das Spiel in Trier, in dem wir unbedingt die nächsten zwei Punkte holen wollen.“, so NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic zum Auswärtsspiel bei den Miezen.

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