Neckarsulmer Schlussspurt gegen Oldenburg reicht nicht zum Punktgewinn

Neckarsulmer Schlussspurt gegen Oldenburg reicht nicht zum Punktgewinn

Drei Spieltage vor Saisonende hatte die Neckarsulmer Sport-Union dank eines Kraftaktes in den letzten fünf Minuten die Chance auf eine Überraschung gegen den ersatzgeschwächten VfL Oldenburg. Der Schlussspurt kam gegen starke Gäste aber zu spät und so muss die Sport-Union nach guter Leistung erneut eine knappe Niederlage akzeptieren.

Der Rückschlag von Bad Wildungen war verdaut und die NSU kam in der heimischen Ballei super in das Spiel rein. Angetrieben von Maike Daniels führten die Gastgeberinnen durch drei Tore von Lena Hoffmann, die unter der Woche noch angeschlagen im Training fehlte, schnell mit 4:1. Es gestaltete sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Oldenburg nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ausgleichen konnte. Der Knackpunkt des Spiels folgte aus Neckarsulmer Sicht dann leider ab Mitte der ersten Hälfte. Nives Ahlin brachte die Sport-Union durch ihren Treffer noch mit 8:7 in Front, danach gelang der NSU gegen die aggressive Abwehr der Gäste allerdings neun Minuten lang kein Tor mehr. Oldenburg nutzte diese Abschlussschwäche eiskalt durch einige leichte Treffer im Gegenstoß oder Anspiele an den Kreis und den daraus resultierenden Siebenmetern aus. Seline Ineichen, die am Samstagabend trotz anhaltender Probleme mit der Wade für die Mannschaft auf die Zähne biss, stoppte nach der zweiten NSU-Auszeit den Lauf und Neckarsulm ging nach Isabel Tissekkers Treffer zum 12:16 mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an diesem Rückstand zunächst nichts. Oldenburg verteidigte die Führung und konnte diese Mitte der zweiten Hälfte sogar auf sechs Tore ausbauen. Aber Neckarsulm kämpfte weiter willensstark und machte das Spiel durch drei Tore in Serie wieder spannend. Über Alla Vojtiskova, Lena Hoffmann und Kathrin Fischer arbeiteten sich die Neckarsulmerinnen auf zwei Tore ran und hatten in doppelter Überzahl gute Voraussetzungen für die Schlussphase. Der darauffolgende Angriff zum 27:28-Anschlusstreffer durch Maike Daniels dauerte aber lange und mit nur noch einer Spielerin in Unterzahl netzte Oldenburgs Kelly Dulfer zum 27:29-Endstand ein.

Damit gab es für die Sport-Union vor dem Abstiegskrimi in Nellingen erneut eine ärgerliche Niederlage, bei der NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic aber eine wirklich gute Leistung seiner Mannschaft sehen konnte: „Was die Mädels investiert haben, mit welchem Wille, Tempo und Einsatz sie heute agiert haben, das war aller Ehren wert. Uns war klar, dass wir über 60 Minuten nicht so spielen können, wie in den ersten sechs, sieben Minuten. Aber wir sind dran geblieben und haben an uns geglaubt. Was wir gegen solch einen hochkarätigen Gegner heute angeboten haben, war mit Sicherheit richtig gut. Die fehlenden Punkte bringen uns in der Summe aber nicht weiter. Das tut enorm weh. Wir werden, ausgenommen von Bad Wildungen, von Woche zu Woche für unsere Leistung gelobt, aber leider kommt nichts Zählbares dabei raus. Ich habe gegen dieses Gegner aber sehr viel gute Sachen gesehen, auch mannschaftlich in Form von Kampf und Wille.“

Am kommenden Samstag steht dann mit dem Auswärtsspiel beim TV Nellingen zwei Spieltage vor Saisonende das möglicherweise vorentscheidende Derby auf dem Programm. „Wir werden in der kommenden Woche in Nellingen ein ganz anderes Spiel erleben. Ein Spiel, in dem Nellingen zum ersten Mal in der Saison viel zum verlieren hat. Wir wollen uns unbedingt revanchieren für die unnötige Heimniederlage und das Spiel gewinnen. Es ist an der Zeit, dass wir uns und unsere Fans für die gute Leistungen der letzten Wochen belohnen. Das wird das absolute Highlight in der Erstligasaison für beide Mannschaften und die Punkte werden mit großer Wahrscheinlichkeit den sportlichen Nichtabstieg bedeuten.“, so Hadzimuhamedovic weiter. NSU-Fans können sich die Tickets für das Spiel in der Sporthalle 1 Ostfildern hier sichern: http://bit.ly/2qPiWn3

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenkovic, Herrmann (14 Paraden), Rüttinger – Kalmbach, Hoffmann (5 Tore), Breitinger (3), Gerber, Fischer (2), Kaufmann, Tissekker (2), Daniels (5/1), Ahlin (1), Ineichen (1), Galinska, Vojtiskova (8)

VfL Oldenburg:
Renner (12 Paraden), Kohorst (1) – Martens, Wenzl (2 Tore), Smits (7/2), Dulfer (4), Behrend, Geschke (11/8), Kaiser (1), Hartstock, Mala (4)

Siebenmeter: NSU 1/1 – VfL 10/10

Zeitstrafen: NSU 2 – VfL 6

Zuschauer: 853

Ein Kommentar

  1. Gerhard Metzger 10. Mai 2017 um 1:07 Uhr- Antworten

    Gute Leistung, guter Kampf, guter Wille, gute Einsatzbereitschaft alles ist richtig und sehr lobenswert.
    Dazu kommt noch ein grundsätzlich guter Teamgeist. Alles sehr gute Voraussetzungen um erfolgreich zu sein.
    Wenn jetzt noch die „Sehschwäche“ auf dem rechten Auge der gesamten Mannschaft (bis auf eine Ausnahme) incl. Trainer behoben wird, bin ich sicher, dass die restlichen beiden Spiele gewonnen werden können.

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