Nichts zu holen gegen den Drittliga-Absteiger

Nichts zu holen gegen den Drittliga-Absteiger

Neckarsulm verliert Feiertagsheimspiel gegen SG Pforzheim/Eutingen und Robin Mahl

BWOL: Neckarsulmer Sport-Union – SG Pforzheim/Eutingen 25:37 (13:16) [cs]

Die Regenerationszeit war kurz: keine 72 Stunden nach dem emotionalen Heimsieg gegen den TSV Deizisau in der Pichterichhalle stand bereits das nächste Heimspiel an: Dieses Mal in der Ballei empfingen die Audi-Städter am Tag der Deutschen Einheit den Drittliga-Absteiger und Meisterschaftsmitfavoriten aus Pforzheim.

Von Beginn an sorgten die rund 200 Fans für eine fantastische Stimmung in der Ballei. Zuerst durften die zahlreichen Gästefans jubeln. Durch zwei ihrer stärksten Spieler an diesem Spieltag, Nicolai Gerstner und Julian Broschwitz gingen die Badener mit 0:2 in Führung. Wenig später verkürzte Sandro Gohly für die Hausherren und nach knapp 7 Minuten feierten die Blau-Weißen den Ausgleich. Es folgte ein offener Schlagabtausch. In der 16. Minute und in Unterzahl – Felix Hofacker verbüßte eine äußerst fragwürdige Zeitstrafe – gelang Clemens Borchardt sogar der Führungstreffer mit einer sehenswerten Einzelaktion aus dem Rückraum zum 8:7. Wenige Minuten später beim Stande von 11:10 legten die Gäste einen 5-Tore-Lauf hin. Allein viermal erfolgreich: Der dritte Schlüsselspieler der Pforzheimer Dominic Seganfreddo. Beim Stand von 13:16 wurden letztendlich die Seiten gewechselt.

Über die zweite Halbzeit gibt es wenig Positives zu sagen. Der Sport-Union fehlte jeglicher Zugriff in der Deckung und vorne gab es schlicht und ergreifend zu viele schlechte Wurfentscheidungen sowie zu wenig Zug zum Tor. Der einzige Lichtblick: Youngster Niklas Brake netzte bereits wenige Sekunden nach seiner Einwechslung sehenswert aus dem Rückraum und traf vorbei am Gästetorwart ins Tor. Trotzdem setzten sich die Pforzheimer angetrieben von Gerstner, Broschwitz und Seganfreddo Tor um Tor ab. So warfen die Gäste im zweiten Durchgang satte 21 Tore und überrollten die Sport-Union förmlich.
Besonders bitter war kurz vor Schluss noch die schwere Fingerverletzung von Robin Mahl. Er zog sich einen Riss der Strecksehen sowie eine Absplitterung am Ringfinger der linken Hand zu. Er wurde noch in der Nacht zum Mittwoch erfolgreich operiert, Wir wünschen ihm an dieser Stelle noch einmal alles Gute für seine hoffentlich schnelle Genesung.

Entsprechend unzufrieden war Trainer Peter Baumann nach dem Spiel. „Wenn wir 37 Gegentor bekommen und viel zu passiv auf 6 Meter verteidigen, dann holen wir gar keine Punkte. Am Samstag bekommen wir nur 25 Gegentreffer und gewinnen und heute bekommen wir so viele Gegentore fast im zweiten Durchgang. Und vorne waren wir nicht gewillt, eine richtige Aktion zu machen und sind viel zu viel quergegangen. Mir ist es lieber, wenn ein Spieler einen Fehler macht, als dass er die Aktion komplett verweigert.“ Jedoch ging sein Blick auch direkt nach vorne: „Wir haben wenig Zeit für die Regeneration, aber ab Donnerstag konzentrieren wir uns wieder voll auf Plochingen. Da müssen wir wieder mehr Emotionen ins Spiel bringen.“

Für die NSU spielten: Max Kerner und Michael Bognar (beide Tor), Clemens Borchardt (4/1), Lucas Lochbihler, Fabian Göppele (3), Benedikt Baumann (2), Felix Trumpp (1), Jan Schenk (3), Niklas Brake (2), Kevin Matschke (1), Henning Tittel (3), Felix Hofacker (2), Sandro Gohly (3), Robin Mahl (1).

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