Niederlage in Bad Wildungen verdient, aber am Ende zu hoch

Niederlage in Bad Wildungen verdient, aber am Ende zu hoch

Im letzten Spiel vor der anstehenden Weltmeisterschaft muss sich die Neckarsulmer Sport-Union nach zwei Siegen in Folge auswärts bei den Bad Wildungen Vipers verdient geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gerät die Sport-Union kurz vor der Pause, aufgrund von unnötigen technischen Fehler, mit vier Tore in Rückstand. In der zweiten Hälfte gelingt der Sport-Union in Angriff und Abwehr zu wenig und die Gastgeberinnen setzen sich am Ende mit 30:22 gegen die NSU durch.

Beide Mannschaften sind zu Beginn auf Augenhöhe und die Vipers schwächen sich früh durch zwei Zeitstrafen gegen Sabine Heusdens. Absetzen kann sich die Sport-Union in Überzahl leider nicht und muss kurze Zeit später in eigener Unterzahl durch einen Treffer der starken Laura Vasilescu die Gastgeberinnen erstmals auf zwei Tore davonziehen lassen. Erneut hat die Sport-Union mit Ann-Cathrin Giegerich einen starken Rückhalt im Tor und durch die eingewechselte Isabel Tissekker gelingt auch wieder der Ausgleich. Neckarsulm ist beim 12:10-Zwischenstand eigentlich an den Vipers dran, doch durch zwei technische Fehler vergrößert sich der Rückstand bis zum 16:12-Halbzeitstand unnötig weiter.

In der zweiten Hälfte bestimmen die Vipers das Spielgeschehen. Im Angriff gelingt den Neckarsulmerinnen mit vier Treffern in über 15 Minuten zu wenig und in der Abwehr fehlt der Sport-Union weiterhin der nötige Zugriff. Im Mittelblock findet die NSU leider keine sichere Konstellation, die eine entscheidende Wendung versprechen kann. In den letzten fünf Minuten kommen die Vipers in Überzahl dann zu leichten Toren und sorgen somit für einen verdienten Heimsieg.

„Meine Mannschaft hat das in der Anfangsphase nicht schlecht gemacht, aber leider sind wir durch einige unnötige technische Fehler und viel zu schnelle Gegentore, gegen Ende der ersten Halbzeit dann in einen Rückstand geraten. Die 16 Gegentore zur Pause sind für uns einfach zu viel. Wenn wir durch eine starke Abwehr die Gegentore bei 11, 12 halten können, dann haben wir auch eine Chance so ein Spiel für uns zu entscheiden. Die Mädels haben gekämpft und wollten unbedingt was Zählbares in die lange WM-Pause mitnehmen. Es ist uns leider einiges davon, was wir uns vorgenommen haben, nicht gelungen und damit geht der Sieg von Bad Wildungen absolut in Ordnung.“, sagte NSU-Trainer Hadzimuhamedovic nach Spielende.

Damit geht nun auch die Sport-Union in die anstehende WM-Pause und wird sich nach einer Woche Urlaub ab dem 27. November auf die deutlich längere zweite Saisonhälfte intensiv vorbereiten. Bevor wahrscheinlich am 23. Dezember das nächste wichtige Heimspiel gegen den Aufsteiger HC Rödertal auf dem Programm steht, testet die NSU am 16./17. Dezember erstmals beim international besetzten Stadtwerk-Cup in St. Gallen (Schweiz).

HSG Bad Wildungen Vipers:
Duijndam (14 Paraden), Brütsch – Heusdens (2/1 Tore), Haggerty (1), Nieuwenweg (7/3), Frankova (3), Schmidt-Robben, Beugels (3), Vasilescu (10/3), Ritter (1), Spielvogel (2), Rösike, Preis (1)

Neckarsulmer Sport-Union:
Giegerich (17/3 Paraden), Brausch – Kalmbach, Hoffmann (3 Tore), Gravholt (3), Breitinger (1), Gerber (2), Mack (1), Kaufmann, Tissekker (2), Daniels (5/2), Ineichen (3), Reimer (2/1)

Siebenmeter: HSG 10/3 – NSU 4/4

Zeitstrafen: HSG 4 – NSU 2

Zuschauer: 800

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