NSU-Handballer überspringen auch die zweite Relegationshürde

NSU-Handballer überspringen auch die zweite Relegationshürde

Die Ex-Bundesligisten Birkenau und Schutterwald haben das Nachsehen [ab]

Schon früh am Samstagnachmittag machte sich die Württembergligamannschaft auf den Weg in die Ortenau, um rechtzeitig zum ersten Spiel der beiden Kontrahenten TuS Schutterwald und dem TSV Birkenau vor Ort zu sein. Nachdem die Südhessen aus Birkenau schon weit in Front lagen, wurde es zum Ende hin noch einmal eng und Schutterwald musste sich mit 29:30 nur knapp geschlagen geben.

Erstes Spiel gegen einen müden Gegner dominiert

Nach knapp 40 Minuten Pause für den TuS, begann das erste Spiel für die NSU gemäß dem Modus Jeder gegen Jeden. Schon bald sah man den Gastgebern einen Kräfteverschleiß an, die Neckarsulmer kamen über Tempogegenstöße zu einem frühen 17:10 Vorsprung bis zur Minute 21.  Das 22:11 kurz vor der Pause durch den gut aufgelegten Fabian Göppele, war dann auch schon die Vorentscheidung zugunsten der Württemberger. Coach Peter Baumann war in Hälfte eins schon in der Lage, seine Standardformation für das zweite Spiel vermehrt zu schonen.

Die Schutterwälder kämpften sich durch vier Tore in Folge auf ein 24:19 in Minute 40 nochmals etwas heran. Dann kam der Aufritt des Kreisläufers Kevin Weippert aus dem Landesligateam der NSU. Ein Viererpack des groß gewachsenen Ex-Pfedelbachers war die klare Ansage in Richtung der Birkenauer. Sein 29:21 in Minute 45 ließ auch die letzten Zweifel an einem klaren Neckarsulmer Auftakterfolg vollends verschwinden. Unter Regie des wieder einmal extra angereisten Christian Gerber wurde der Vorsprung sicher verwaltet und wertvolle Kräfte für die anstehende Begegnung geschont. Endstand 37:26 für die Sport-Union

Beste Werfer: Kazmeier (10/5), Weippert (7), Göppele (4)

Hartes Stück Arbeit mit Happy End im zweiten Spiel

Hochmotiviert und voller Anspannung standen sich im entscheidenden Spiel um den Einzug in die nächste Runde, der TSV Birkenau als Vertreter des (Nord) Badischen Handballverbands und die Unterländer aus Neckarsulm als Vertreter des HVW gegenüber. Den besseren Start erwischte dabei die NSU bis zu Minute 10, danach ließ man etliche Chancen liegen oder scheiterte am gut disponierten Torhüter der Odenwälder. Ein fünf Torelauf des TSV brachte den 5:8 Rückstand aus Sicht der NSU.

Peter Baumann musste sein Team neu sortieren und mit besserem Abschluss kämpfte sich die Sport-Union auf ein 12:10 durch Henning Tittel wieder heran. Sein 12:11 beantwortete der ehemalige slowakische Nationalspieler Marian Kleis im Trikot des TSV mit dem 13:11. Im zweiten Abschnitt stand dann der angeschlagene Benny Schreider auf dem Feld und gab der Abwehr neben seinem Standardpartner Felix Trumpp gleich mehr Sicherheit. Neckarsulm nutzte die erzwungenen Fehler des TSV zu Gegenstößen und warf durch den jetzt besser positionierten Felix Kazmeier das 17:17-Unentschieden in Minute 38.  Die folgende Spielminuten brachten dann so richtig Stimmung in die Halle. Neckarsulm legte immer wieder ein Tor vor, der TSV glich postwendend aus. Dem 22:22 durch erneut Felix Kazmeier ging ein hartes Foul des Birkenauer Spielmachers Gerrit Fey voraus. Die fällige rote Karte holte sich sein Mannschaftskollege stellvertretend ab und ersparte dem TSV so die entscheidende Schwächung. Zwei Treffer von Marian Kleis waren wieder die Führung für die Odenwälder. Der hinausgestellte Fabian Göppele sollte dann nach Ansicht des Zeitnehmers aus Birkenau eine Sekunde zu früh auf das Spielfeld gelaufen sein.
Die heftigen Diskussionen um die Interpretation der Schutterwälder digitaler Zeitanzeige dauerten ganze 5 Minuten, bis sich die Gemüter wieder beruhigten.
Göppele bekam erneut eine zweite Zeitstrafe aufgebrummt. Noch einmal gelang dem TSV eine Zwei-Tore-Führung, die jetzt eingesetzten frischen Neckarsulmer
Kräfte Lucas Lochbihler und Kevin Weippert brachten ihre Farben wieder ins Spiel. Marian Kleis stellte die letzte Birkenauer Führung her, beim 27 zu 26 in Minute 57. Kevin Weippert holte die Führung für die NSU endlich zurück und Peter Baumann zückte 150 Sekunden vor Spielende die grüne Karte.
Mit aller Erfahrung steuerte Clemens Borchardt dann seine NSU in Richtung Sieg und dem wieder mit toller Defensivleistung glänzenden Felix Trumpp gelang
der 27:30-Endstand.

Nach den kräftezehrenden Begegnungen gegen den TSV Zisishausen, zeigte die Sport-Union eine ganz starke Willensleistung und überzeugte die mitgereisten Fans auf ganzer Länge. Auch das Lob und die Glückwünsche der gegnerischen Teams blieben danach nicht aus.

Für kurze Zeit bestand sogar die Hoffnung den Aufstieg in die BWOL schon vorzeitig geschafft zu haben. Die SG Pforzheim/Eutingen verlor aber am Sonntagmorgen, deren zweites Relegationsspiel gegen den Abstieg aus der 3. Liga knapp und muss zurück in die BWOL. So bleibt es für die Neckarsulmer beim vollen Relegationsmarathon, mit den Spielen gegen den Viertletzten der BWOL, die SG Heidelsheim/Helmsheim. Das erste Spiel in Bruchsal soll an Christi Himmelfahrt stattfinden, das entscheidende Rückspiel dann am Sonntag, den 28.Mai in der Ballei.

Für Neckarsulm spielten: Michael Bognar und Max Kerner im Tor, Clemens Borchardt, Lucas Lochbihler, Fabian Göppele, Andreas Maier, Benedikt Baumann,
Felix Trumpp, Christian Gerber, Felix Kazmeier, Jan Schenk, Benjamin Schreider, Henning Tiitel, Kevin Weippert, Maurice Nikolai
Betreuer: Peter Baumann, Christian Forelle und Lutz Kubach

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