NSU kann Tabellenführer Thüringer HC nur eine Halbzeit lang ärgern

NSU kann Tabellenführer Thüringer HC nur eine Halbzeit lang ärgern

Auch gegen Tabellenführer Thüringer HC muss die Neckarsulmer Sport-Union nach 60 Minuten eine deutliche 27:39-Niederlage hinnehmen. Trotzdem zeigte die Sport-Union am Mittwochabend vor allem in der ersten Hälfte eine gute Leistung, die zuversichtlich für die kommenden Aufgaben macht. Beste Torschützinnen waren am Mittwochabend für den Thüringer HC Beate Scheffknecht sowie Iveta Luzumova mit jeweils 10 Toren. Maike Daniels war mit neun Treffern für die Gastgeberinnen am häufigsten erfolgreich.

Dabei gelingt der NSU vor 718 Zuschauern in der Neckarsulmer Ballei ein Start nach Maß. Über die gut aufgelegte Rückraumachse um Maike Daniels, Linda Mack und Lena Hoffmann ist der Angriff von Beginn an voll in Fahrt und erarbeitet sich eine 6:2-Führung nach sieben Minuten. Schon früh muss THC-Trainer Herbert Müller unzufrieden über die eigene Leistung die erste Auszeit nehmen. Trotzdem haben die Gastgeberinnen weiterhin Oberwasser und behalten die Führung gegen den Thüringer HC, der in dieser Phase vor allem von Topscorerin Iveta Luzumova im Spiel gehalten wird. Während die NSU-Abwehr nun etwas nachlässt, kommen die Gäste immer besser in das Spiel und übernehmen nach 20 Minuten erstmals durch Gordana Mitrovic die Führung. Bitter ist der Schlusspunkt der ersten Hälfte aus Neckarsulmer Sicht. Nach einem verworfenen Siebenmeter kassiert die NSU im Gegenzug noch das 15:20, anstatt nur mit einem 3-Tore-Rückstand zu gehen. Trotzdem zeigte sich die Mannschaft von Annamaria Ilyes gegen den starken Gegner enorm verbessert.

Nach dem Seitenwechsel zeigt der Thüringer HC aber seine ganze Stärke. Die NSU findet im Angriff nur schwer in die zweite Hälfte und konnte erst nach mehr als sechs Minuten durch Luisa Gerber den ersten Treffer erzielen. Neckarsulm versucht es daraufhin mit der Hereinnahme einer 7. Feldspielerin, um in Überzahl erfolgreich zu sein. Nach mehreren gescheiterten Aktionen trifft der THC aber immer wieder in das leere Tor und führt nach 42 Minuten erstmals mit 10 Toren Differenz. Die Sport-Union kämpft aber weiter, kann gegen Ende der Partie die ersten Bundesliga-Treffer von Eigengewächs Trixi Hanak feiern. Nach einem zwischenzeitlichem 15-Tore-Rückstand können die Neckarsulmerinnen sich in den Schlussminuten immerhin noch bis zum 27:39-Rückstand etwas zurück kämpfen. Mehr war für die Sport-Union mit lediglich drei Treffern in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit nicht mehr möglich.

„Thüringen hat einfach eine sehr gute Mannschaft mit einigen Weltklasse-Spielerinnen. Meine Mannschaft hat den Kampf gegen dieses starke Team aber super angenommen. Wir haben unsere Vorgaben in der ersten Halbzeit sehr gut umgesetzt und waren 30 Minuten lang wirklich ein guter Gegner für Thüringen. Wenn man gegen diese Mannschaften aus der oberen Tabellenregion etwas holen möchte, dann muss man ein perfektes Spiel liefern. Wir hatten aber viele kleine Fehler oder verworfene Bälle, die sofort von Thüringen bestraft worden sind. Aber ich sehe uns auf einem sehr guten Weg, sehe von Woche zu Woche eine Steigerung im Team. Wir haben jetzt mehr als zwei Wochen und das Derby in Bietigheim zusammen, bis es zu unserem Vier-Punkte-Spiel hier in der Ballei gegen Nellingen kommt.“, sagte NSU-Trainerin Annamaria Ilyes nach Spielende.

Diese zwei Wochen möchte Ilyes nun nutzen, um die Neckarsulmer Mannschaft weiter voran zu bringen. Mit dem Spiel beim deutschen Meister SG BBM Bietigheim (14.03.) und dem Heim-Derby gegen den TV Nellingen steht nämlich erst Mitte März die nächste englische Woche auf dem Programm der NSU.

Neckarsulmer Sport-Union:
Giegerich (10/1 Paraden), Gorelova (4), Brausch – Kalmbach (1 Tor), Hoffmann (1), Breitinger, Gerber (1), Mack (3), Kaufmann, Daniels (9/4), Namat (2), Ineichen (1), Reimer (2), Møldrup (5/1), Hanak (2)

Thüringer HC:
Krause (11/2 Paraden), Eckerle (1) – Scheffknecht (10 Tore), Lang (1), Schmelzer (9), Luzumova (10/1), Mitrovic (4), Jakubisova (1), Wohlbold, Huber (2), Batista da Silva (2)

Siebenmeter: NSU 7/5 – THC 3/1

Zeitstrafen: NSU 0 – THC 2

Zuschauer: 718

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