NSU mit beeindruckender Aufholjagd – doch am Schluss fehlen die Körner

NSU mit beeindruckender Aufholjagd – doch am Schluss fehlen die Körner

Württembergliga Männer: TV Bittenfeld II – NSU Neckarsulm 28:26 (17:11) [jok]

Wie schon der letzte Besuch in der Bittenfelder Gemeindehalle vor gut einem halben Jahr blieb den Neckarsulmern auch am letzten Freitag nur das Nachsehen. Mit dünner Auswechselbank angereist waren die Voraussetzungen für das Spiel gegen die TVler, die bekanntermaßen auf schnellen Beinen unterwegs sind, ungünstig. Und dass man dann auch noch der zuweilen nicht unruppigen Spielweise der Gastgeber mit drei weiteren Verletzten Tribut zollte, war die Niederlage trotz beeindruckender Aufholjagd nicht mehr zu vermeiden.

Die Anfangsphase der Begegnung war torarm. Nach 10 Minuten betrug die Quersumme der auf der Anzeigentafel festgehaltenen Torsumme gerade mal sechs Treffer – und doch hatten schon hier die Zipfelbachtaler die Nase vorn (4:2). Die Gäste hatten ihre liebe Not mit der offensiven Abwehr der Hausherren. Ein geordnetes Spiel kam nicht zustande und man war auf Individualaktionen angewiesen. Das konnte nicht gut gehen, zumal die TVler mit großer Entschlossenheit in ihre Abwehr zu Werke gingen. Dass auf der Gegenseite die NSU-Abwehr so schlecht nicht stand, half da wenig. Die Bittenfelder kamen zu ihren Treffern und bei der NSU lief zu wenig. So vergrößerte sich zunehmend der Abstand bis zur Halbzeit auf sechs Treffer.
Mit hängenden Köpfen ging es zum Pausentee, mit zu vielen Gedanken war man dann wieder auf der Platte. Denn eh man sichs versah, hatte es zwei weitere Mal im NSU-Kasten geklappert. Ein Desaster schien sich anzubahnen, zumal in der 36. Spielminute Felix Kazmeier bei einem Konterlauf höchst unfair von den Beinen geholt wurde. Für ihn war damit die Partie beendet.
Das bewirkte eine Gegenreaktion auf Seiten der Unioner. Peu à peu rückten die Gäste auf. Max Kerner im Tor hielt bravourös, vorne nahmen Felix Trumpp, Jan Schenk und Andy Maier das Herz in die Hand brachten ihre Farben nach vorne. 22:19 in der 47. Spielminute und erneut ein hartes Foul gegen NSU-Kreisläufer Felix Hofacker, das mit der direkten Disqualifikation geahndet wurde. Die Bittenfelder wurden zunehmend nervöser, Christian Gerber dagegen immer abgebrühter. Mit zwei Schlagwürfen sorgte er für den Ausgleich zum 22:22. Doch dann war die Luft raus. Kurz nach Felix Hofacker schied dann auch noch Benjamin Schreider verletzungsbedingt aus und NSU-Coach Peter Baumann durfte in den verbleibenden 10 Minuten mit dem Restpersonal improvisieren. Die Bittenfelder schafften es, den Abwärtstrend aufzufangen und gingen erneut in Führung. Zwar gelang Christian Gerber in der 59.Spielminute nochmals der Anschlusstreffer (27:26), doch die beiden Punkte blieben in der Gemeindehalle. Letztendlich eine bittere Niederlage, auch weil die Verletztenliste verlängert wurde.

TV Bittenfeld II: Maximilian Baldreich, Fabian Bohnert (1), Florian Burmeister (4), Marvin Gille (2), Fabian Kornmann (1), Pascal Luithardt, Nick Lehmann, Alexander Heib (6/1), Maximilian Schmid-Ungerer (2), Alexandra Bischoff (7), Kai Wissmann, Joshua Gantner, Nick Haspinger (2), Philipp Ponges (3)

NSU Neckarsulm: Max Kerner – Michael Bognar (Tor); Lucas Lochbihler (2), Fabian Göppele (3), Andreas Maier (3), Felix Trumpp (3), Christian Gerber (5/1), Felix Kazmeier (3/1), Jan Schenk (5), Moritz Kerner (1), Benjamin Schreider (1), Felix Hofacker

Schiedsrichter: Jörg Hanselmann, Konstantin Geis (beide TSV Ehningen)
Strafwürfe: TV (4/3), NSU (8/5)
Zeitstrafen: TV – 5 + 1 x rot; NSU – 4
5-Min-Ticker: 3:1 – 4:2 – 7:4 – 11:7 – 13:9 – 17:11; 19:12 – 20:16 – 22:18 – 22:21 – 25:22 – 28:26

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