Punktgewinn im Lokalderby zum Jahresabschluss – Sport-Union trotzt Favorit Weinsberg einen Punkt ab

Punktgewinn im Lokalderby zum Jahresabschluss – Sport-Union trotzt Favorit Weinsberg einen Punkt ab

BWOL: Neckarsulmer Sport-Union – TSV Weinsberg 29:29 (18:16) [cs]

Die Aufgabe hätte zum Ende des für die Sport-Union sehr erfolgreichen Jahres 2017 kaum größer sein können: Mit dem TSV Weinsberg kam der arrivierte Oberligist und Lokalrivale in die Neckarsulmer Ballei. Trotz zuletzt einiger knappen Punktverluste waren die Gäste so doch der Favorit vor rund 550 Zuschauern.

Den ersten Treffer, umjubelt von den lautstarken Fans der Sport-Union (insbesondere dem JSG-Fan-Block), erzielte Fabian Göppele in der ersten Spielminute. Postwendend der Ausgleich durch Max Schulze, der nur zehn Sekunden nach Göppele das erste seiner nur zwei Tore an diesem Abend erzielte. Nach fünf Minuten gingen die Gäste durch Jan König zum ersten Mal in Führung und zwei Minuten und einen verworfenen Strafwurf von Clemens Borchardt später sorgte Alexej Prasolov für das 3:5 der Gäste. Doch die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und hielten gut dagegen. Nach einer Viertelstunde sorgte Kapitän Henning Tittel für den 8:8-Ausgleich und in der 19. Minute sogar für den 11:10-Führungstreffer.

In der 24. Minute stand dann Benedikt Baumann im Mittelpunkt. Vorne netzte er nach einer sehenswerten Einzelaktion aus dem Rückraum zum 13:13 ein, wenige Sekunden später auf der Gegenseite lag der Weinsberger Jan König nach einem harten Einsteigen der Neckarsulmer Abwehr auf dem Boden. Rote Karte. Hart aber vertretbar. Nur: Die ansonsten souveränen Schiedsrichter, die die oft kritische Partie gut im Griff hatten, zeigten die Rote Karte Benedikt Baumann. Der eigentliche Übeltäter war allerdings Felix Hofacker. Da halfen auch alle Aufklärungsversuche von NSU-Trainer und Vater Peter Baumann nichts, der obendrein noch die gelbe Karte gezeigt bekam.
Doch wer jetzt dachte, dass sich der Favorit aus Weinsberg die Überzahl oder die Situation zu Nutze machen konnte wurde eines besseren belehrt: Die Sport-Union zog noch einmal an und Clemens Borchardt traf 30 Sekunden vor der Pausensirene zum 18:15 ehe Rico Reichert in einer wilden Aktion noch auf 18:16 für die Gäste verkürzen konnte. So wurden also bei zwei Toren Führung für die Sport-Union die Seiten gewechselt.

Auch die zweite Halbzeit bot ein enges und hochklassiges Handballspiel, wobei sich jetzt die offensivere Weinsberger Abwehr sowie der Neckarsulmer Schlussmann Max Kerner hervortaten. In der 35. Minute fiel dann der Ausgleich der Weinsberger, die in dieser Phase einige technische Fehler der Sport-Union eiskalt ausnutzten. Doch Neckarsulms Routinier Clemens Borchardt spielte seine Stärke aus: Zwei Strafwürfe und einen Rückraumwurf später führten die Hausherren wieder mit drei Treffern 24:21. Doch auch die Gäste zeigten Nehmerqualitäten und kämpften sich zurück ins Spiel. Angeführt von Alexej Prasolov, der in der Schlussphase vier seiner acht Treffer markierte, glichen die Weinsberger zum 27:27 aus. Einen weiteren Borchardt-Strafwurf-Treffer egalisierte Marc Leinhos und 90 Sekunden vor Schluss traf Rico Reichert zur Führung. Es folgte ein Fehlwurf der Sport-Union und die Auszeit für den TSV.
Anstatt eines normalen Wurfversuchs entschied sich Weinsberg für einen Kempa-Trick. Diesen vereitelte die Neckarsulmer Abwehr jedoch und so war man 27 Sekunden vor Schluss wieder in Ballbesitz. Peter Baumann zog seine Grüne Karte und stellte seine Mannschaft noch einmal ein.
Den vielumjubelten Ausgleichstreffer wenige Augenblicke vor der Schlusssirene erzielte dann Robin Mahl mit einem sehenswerten Wurf von der linken Außenposition.

Nach diesem Krimi geht die Sport-Union mit 10 Punkten in die Winterpause, bevor man die Rückrunde am 14.01.2018 um 17:00 Uhr in der Pichterichhalle gegen den TSB Schwäbisch Gmünd einläutet

NSU Neckarsulm: Max Kerner, Michael Bognar (Tor), Clemens Borchardt (9/6), Fabian Göppele (3), Benedikt Baumann (1), Felix Trumpp (4), Niklas Brake (1), Jan Schenk, Benjamin Schreider (2), Kevin Matschke, Henning Tittel (2), Felix Hofacker (2), Sandro Gohly, Robin Mahl (5).

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