„Spiel verloren, aber viel Positives gewonnen“: Neckarsulm verpasst gegen Oldenburg eine Überraschung

„Spiel verloren, aber viel Positives gewonnen“: Neckarsulm verpasst gegen Oldenburg eine Überraschung

DHB-Pokal Achtelfinale: Neckarsulmer Sport-Union – VfL Oldenburg 29:32 (11:17) [sg]

Nach 15 schwachen Minuten in der ersten Halbzeit und einer starken zweiten Hälfte muss sich die Neckarsulmer Sport-Union am Samstagabend am Ende mit 29:32 dem VfL Oldenburg geschlagen geben und verpasste nur knapp einen möglichen Überraschungssieg gegen den EHF-Cup-Teilnehmer. Auf Neckarsulmer Seite musste Trainer Emir Hadzimuhamedovic auf Spielmacherin Maike Daniels verzichten und auch bei den Gästen aus Oldenburg fehlten mit Angie Geschke und Isabelle Jongenelen zwei wichtige Rückraumakteure.

Die Sport-Union fand in der heimischen Ballei gut in das Spiel und lag durch vier Treffer von Lena Hoffmann zu Beginn in Führung. Oldenburg übernahm kurze Zeit später in Überzahl die Führung und Neckarsulm verlor nach einer Viertelstunde immer mehr den Faden. Wie so oft in der bisherigen Saison agierten die Neckarsulmerinnen dann wieder mit zwei Kreisläuferinnen, konnte allerdings trotzdem nicht mehr an den guten Start anknüpfen. Der VfL kam dadurch zu vielen einfachen Toren und setzte sich durch Kim Birke, die in der ersten Hälfte sechs Treffer erzielte, bis zur Pause deutlich auf 11:17 ab.

„Wir haben 15 Minuten ohne Kopf und Herz gespielt. Die schwache Phase Ende der ersten Halbzeit hat uns heute leider den Sieg gekostet.“, war Trainer Emir Hadzimuhamedovic nach einer schwachen Phase in der Pause alles andere als glücklich und fand in der Kabine die richtigen Worte. Die NSU kam deutlich besser in die zweite Hälfte, konnte zunächst aber noch nicht verkürzen. Isabel Tissekker und Selina Kalmbach leiteten dann die erste Wende im Spiel ein und brachten die NSU wieder näher an Oldenburg. Erneut brachte Hadzimuhamedovic zwei Kreisläuferinnen und dieses Mal zahlte sich der Wechsel aus. Immer wieder fand der Neckarsulmer Rückraum Seline Ineichen und Kathrin Fischer am Kreis und bereitete den Gästen mächtig Probleme. Nach einer Auszeit konnte VfL-Trainer Leszek Krowicki seine Farben zunächst wieder etwas distanzieren.

Neckarsulm kämpfte unermüdlich weiter und merkte, dass durchaus ein Überraschungssieg gegen Oldenburg möglich ist. Vom 21:25-Zwischenstand arbeitete sich die Sport-Union auch dank wichtiger Paraden von Mirjana Milenkovic im Tor zurück. Acht Minuten vor Ende übernahm Rechtsaußen Luisa Gerber die Verantwortung und erzielte den viel umjubelten 26:26-Ausgleich. Durch erneute Tore von Tissekker und Fischer blieb das Spiel weiter offen, erst beim Stand von 28:29 musste Neckarsulm zwei fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen akzeptieren, die Oldenburg eiskalt zur Entscheidung nutzte.

„Was wir in der zweiten Hälfte gezeigt haben war ganz stark. Wir haben das Spiel verloren, aber ganz viele gute Dinge für uns dazu gewonnen.“, bilanzierte Hadzimuhamedovic nach Spielende. Eine unglückliche Niederlage für die Sport-Union, die damit aus dem Pokal ausscheidet und sich voll auf die Liga konzentrieren kann. Schon am kommenden Samstag wartet da das äußerst wichtige Spiel beim SVG Celle, in dem es um zwei „Big Points“ für den Klassenerhalt geht.

Neckarsulmer Sport-Union:
Milenkovic (4 Paraden), Herrmann (4), Rüttinger (1) – Kalmbach (2 Tore), Hoffmann (4), Breitinger, Gerber (4), Fischer (2), Tissekker (7/2), Ahlin (1), Ineichen (4), Vlahovic, Galinska (1), Vojtiskova (4)

VfL Oldenburg:
Renner (4 Paraden), Kohorst (10) – Schnack (2 Tore), Birke (6), Müller (6/1), Smits (7/2), Dulfer (5), Behrend, Geschke, Kaiser (4), Hartstock, Mala (2)

Siebenmeter: Neckarsulm 2/2 – Oldenburg 4/3

Zeitstrafen: Neckarsulm 2 – Oldenburg 2

Zuschauer: 473

Hinterlassen Sie einen Kommentar