Sport-Union verliert beim THC trotz großem Kampf deutlich

Sport-Union verliert beim THC trotz großem Kampf deutlich

HBF: Thüringer HC – Neckarsulmer Sport-Union 39:25 (18:9) [sg]

Am 3. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen mussten die Handballerinnen der Neckarsulmer Sport-Union als Außenseiter zum Top-Team des Thüringer HC reisen. Dabei musste die NSU neben Linda Mack kurzfristig auf Rückraumschützin Alla Vojtiskova verzichten, die mit einer Magen-Darm-Grippe zuhause bleiben musste. Nach gutem Auftakt geht die Sport-Union unglücklich mit neun Toren Rückstand in die Pause und kann diesen bei der am Ende deutlichen 39:25-Niederlage auch nicht aufholen. Beste Torschützinnen waren auf Neckarsulmer Seite Isabel Tissekker und Lena Hoffmann mit sechs bzw. fünf Treffern.

Nach einem zunächst ausgeglichenen Beginn setzte sich nach sieben Minuten der Favorit aus Thüringen erstmals mit zwei Toren ab. Daraufhin gelang der NSU  gegen die gut aufgelegte Dinah Eckerle im Thüringer Gehäuse über zehn Minuten kein Tor mehr, weshalb der Vorsprung des THC deutlicher wurde. Mit einem Zwischenspurt verkürzte Neckarsulm durch Nele Reimer nochmals auf 11:7, doch nach einer Auszeit bauten die Gastgeberinnen durch technische Fehler der Sport-Union unnötig bis zur Pause auf 18:9 aus.

Statt vier Toren rennen die Neckarsulmerinnen nach dem Seitenwechsel eben neun Toren hinterher und die Gastgeberinnen spielen in der zweiten Hälfte ihre ganze Klasse aus. So steigt die Führung des THC weiterhin an, wobei die Sport-Union sogar noch einmal verkürzen kann. Kurz vor dem Ende zieht sich die Partie durch einen bei diesem Spielstand unnötig heftigen Protest durch THC-Trainer Herbert Müller wegen einer Schiedsgericht-Entscheidung in die Länge. Danach lässt der THC weiter seine ganze Klasse aufblitzen und kann am Ende einen deutlichen 39:25-Sieg gegen die Sport-Union feiern.

Bis auf die letzten Minuten vor der Halbzeitpause, in der das Spiel schließlich entschieden worden ist, war NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic vor allem aber mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Wir wissen ganz klar um die Stärke vom THC und wussten, dass es super schwer wird. Wir haben bis zur 10., 12. Minute ordentlich dagegen gehalten, haben ein bisschen Abschlusspech gehabt. Dann kommt leider eine Phase, in der wir etwas nachlassen und gegen Ende werden wir durch drei, vier technische Fehler knallhart bestraft. In der zweiten Halbzeit zeigt der THC dann seine ganze individuelle Klasse, aber ich bin unglaublich stolz auf meine Truppe. Wir haben nie aufgegeben und es gibt angenehmere Sachen als hier mit zehn Toren hinten zu liegen und trotzdem so zu ackern. Aber ich finde meine Mannschaft, die kurzfristig auch noch den Ausfall von Alla Vojtiskova verkraften musste, hat das toll gemacht und wir fahren nicht enttäuscht nach Hause.“, sagte NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.“

Damit geht es für die HBF nun in eine kurze Nationalmannschaftspause, in der die Sport-Union auf Seline Ineichen (Schweizer Nationalmannschaft) verzichten muss. Danach steht stehen für Neckarsulm zwei schwere Derbys auf dem Programm. Im DHB-Pokal trifft die NSU am 6. Oktober auf die TusSies Metzingen und am 11. Oktober gibt der deutsche Meister aus Bietigheim seine Visitenkarte in der Neckarsulmer Ballei ab.

Thüringer HC:
Krause (8 Paraden), Eckerle (10/2) – Scheffknecht (5 Tore), Lang (2), Mazzucco (3), Schmelzer (2), Luzumova (9/3), Mitrovic (3), Hubinger (8/2), Jakubisova (3), Wohlbold (2), Redder, Huber (2)

Neckarsulmer Sport-Union:
Giegerich (4 Paraden), Herrmann (9/2), Brausch – Kalmbach, Hoffmann (5 Tore), Breitinger (3/1), Gerber (1), Mack, Kaufmann, Tissekker (6/3), Daniels (2), Namat (1), Ineichen (3), Reimer (4/1)

Siebenmeter: THC 7/5 – NSU 7/5

Zeitstrafen: THC 5 – NSU 2

Zuschauer: 905

Ein Kommentar

  1. Carsten Beyer 26. September 2017 um 20:53 Uhr- Antworten

    Willkommen im Abstiegskampf!
    Köpfe hoch und Ärmel aufkrempeln…
    Toi, toi, toi…

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