Sport-Union will in die Erfolgsspur zurück

Sport-Union will in die Erfolgsspur zurück

„Wir müssen die Situation Abstiegskampf annehmen und uns klar darüber sein. Das Team ist intakt. Wir werden uns jetzt gegenseitig helfen und aufbauen. Wir ziehen uns da gemeinsam raus.“, blickt NSU-Kapitänin Hannah Breitinger selbstbewusst auf die anstehenden Aufgaben der Sport-Union. Die nächste Möglichkeit, um wieder in die Erfolgsspur zurück zu kommen haben die Bundesliga-Frauen schon am kommenden Samstag mit dem zweiten Heim-Derby innerhalb einer Woche. Obwohl die Hinrunde noch nicht komplett beendet ist, steht mit dem Duell gegen Göppingen das erste Rückrundenspiel auf dem Programm. Die Frisch Auf Frauen sind mit Sicherheit die bisherige Überraschung der Saison und spielen doch unerwartet mit 14:10 Punkten und Platz fünf um die europäischen Plätze mit.

Das Hinspiel hat die NSU nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte am Ende etwas unnötig deutlich mit 31:25 in der EWS Arena verloren und verwertete in der zweiten Halbzeit zu viele Chancen. Wie schon häufig in dieser Saison war auch in diesem Spiel vor allem der Rückraum der Göppingerinnen auffällig. Mit Michaela Hrbkova (109 Tore), Prudence Kinlend (60) und Maxime Struijs (48) verfügt der Gäste-Coach Alexander Knezevic über eine der treffsichersten Rückraum-Achse der gesamten Liga. Hinzu kommt im dünnen aber qualitativ hochwertigen Kader unter anderem noch Torhüterin Kristy Zimmermann, die schon einige Spiele mit ihren Paraden entscheiden konnte.

„Göppingen spielt, nachdem sie in den letzten drei Jahren ums Überleben kämpfen mussten, in diesem Jahr wesentlich besser, als man das im Vorfeld erwartet hatte. Wir kommen nach den Überraschungen zu Saisonbeginn hingegen im Moment in der Tabelle von oben nach unten und die Situation ist für uns alle aktuell schwer. Aber wir haben mit dem kommenden Heimspiel noch 14 Spiele, wir stecken den Kopf auf keinen Fall in den Sand und geben alles, um so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur zurück zu kehren. Für uns ist es zuhause in der Ballei wieder eine große Chance, um zu punkten und ich sehe uns jetzt nicht unbedingt in einer Rolle, in der das gegen Göppingen unmöglich ist. Solche Ereignisse, wie wir sie in den letzten Wochen erlebt haben, schweißen zusammen und ärgern uns. Ich hoffe, dass wir das Tal der Tränen erreicht haben und die Kurve nach oben geht. Der Einsatz und Wille meiner Mannschaft ist immer da, wir brauchen jetzt wieder ein bisschen mehr Kopf und Selbstvertrauen im Spiel und dann wird das wieder funktionieren.“, erklärt NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic die aktuelle Situation vor dem Derby.

Zusätzlich zur bitteren Niederlage gegen die Schwaben Hornets verletzte sich am vergangenen Samstagabend auch noch Lena Hoffmann. Die Neckarsulmer Toptorschützin ist während dem Spiel auf ihr linkes Handgelenk gefallen, das direkt angeschwollen ist. Mit einer Absplitterung am Handgelenksknochen stand sie zur Verwunderung vieler schon am Montagabend trotz großer Schmerzen im Training und biss auf die Zähne. Ob sie tatsächlich trotz der Verletzung am Samstag spielen kann, ist weiterhin fraglich.

 

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