Starke Leistung wird nicht belohnt

Starke Leistung wird nicht belohnt

Sport-Union verliert knapp zuhause gegen Spitzenreiter aus Baden-Baden

Baden-Württemberg Oberliga: Neckarsulmer Sport-Union – TVS Baden-Baden 30:34 (18:19) [cs]

Keine einfache Aufgabe hatte die Sport-Union am vergangenen Samstag in der Pichterichhalle vor der Brust. Mit dem TVS Baden-Baden war der Tabellenführer zu Gast in Neckarsulm. Und nicht nur das: Gegen die Badener setzte es Anfang November mit 44:28 die höchste Niederlage der NSU in der laufenden Saison.

Doch die Hausherren begannen stark: Nach 90 Sekunden und Toren von Felix Trumpp und Kevin Matschke führte man mit 2:0. Beide Abwehrreihen gönnten sich in der Anfangsphase die ein oder andere Auszeit und so entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch bei dem die Sport-Union immer einen Tick in Front war und den Vorsprung aus den ersten beiden Spielminuten verteidigen konnte. Nach 15 Minuten folgte auf ein Foul die erste Neckarsulmer Hinausstellung gegen Benjamin Schreider. In der daraus resultierenden Überzahl für die Gäste gingen diese in die doppelte Manndeckung über. Darauf fanden die Hausherren nicht sofort eine adäquate Antwort und der TVS konnte zum 9:9 ausgleichen. Fünf Minuten später dann auch die erste Gästeführung durch Franz Henke. Die weiterhin offensive Abwehr brachte Neckarsulm etwas aus dem Tritt wodurch Baden-Baden sich auf bis zu drei Treffer absetzen konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff netzte Sandro Gohly von seiner rechten Außenposition ein und verkürzte auf 18:19. Eine wilde und torreiche erste Halbzeit.

Der zweite Durchgang begann für die Sport-Union mit einer Hinausstellung gegen Sandro Gohly, den fälligen Strafwurf parierte Michael Bognar jedoch. Doch wenig später verstummte der Jubel in der Neckarsulmer Pichterichhalle. Nach dem Treffer von Markus Koch zum 19:21 in der 35. Minute blieb NSU-Goalgetter Fabian Göppele am Boden liegen. Nach mehreren Minuten Behandlung wurde er unter Schmerzen, gestützt von zwei Personen vom Feld gebracht. Wie schwer die Knöchelverletzung des Rückraumrechten ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen. An dieser Stelle gute Besserung.

Die Mannen von Peter Baumann ließen sich dadurch jedoch nicht beeindrucken. Mit aufopferungsvollem Kampf stemmte man sich gegen den Tabellenführer, der sich sicherlich ein einfacheres Spiel ausgemalt hatte. Die immer offensivere Gästeabwehr durchbrach die Sport-Union ein ums andere Mal, konnte jedoch auch den Angriff der Baden-Badener nur selten stoppen. Negativ fielen in dieser Phase vor allem die beiden Unparteiischen auf, die das Spiel immer mehr aus dem Griff verloren. Eine völlig undurchsichtige und nicht nachvollziehbare progressive Linie führte zu Hektik auf und neben der Platte. Beim 27:29 in der 55. Minute nahm sich Benedikt Baumann ein Herz und erzielte zuerst das 28:29 und wenig später auch das 29:30, Clemens Borchardt sorgte von der Strafwurflinie bei noch knapp dreieinhalb Minuten Spielzeit für den viel umjubelten Ausgleich zum 30:30. Doch jetzt zeigte sich der hohe Kräfteverschleiß durch den aufopferungsvollen Kampf bei den Gastgebern und die Cleverness des Tabellenführers. Doppelschlag zum 30:32, Auszeit Neckarsulm. Aber auch eine offene Manndeckung der Neckarsulmer half jetzt nichts mehr. Stattdessen trafen die Gäste in den verbleibenden 90 Sekunden noch doppelten und durften so den Auswärtssieg nach hart umkämpften 60 Minuten feiern. Für die Mannen in Blau-Weiß bleibt die Erkenntnis, dass man dem Tabellenführer 57 Minuten absolut Paroli bieten konnte und diesen mehr als nur ein bisschen geärgert hat.

Nach der Pause über das Osterwochenende geht es dann am 7. April mit dem Auswärtsspiel in Steißlingen weiter. Hierzu wird auch ein Bus eingesetzt. Interessierte können sich gerne per Email an saup@nsu-handball.de oder per Facebook an die Abteilung wenden.

NSU Neckarsulm: Michael Bognar, Max Kerner (beide Tor), Clemens Borchardt (6/4), Fabaian Göppele (2), Benedikt Baumann (2), Felix Trumpp (7), Jan Schenk (2), Moritz Kerner, Benjamin Schreider (2), Kevin Matschke (2), Henning Tittel (3), Felix Hofacker, Sandro Gohly (3), Robin Mahl (1),

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