Verdiente Neckarsulmer Niederlage beim SV Werder Bremen

Verdiente Neckarsulmer Niederlage beim SV Werder Bremen

Am 23. Spieltag mussten die Neckarsulmer Bundesliga-Frauen beim stark aufspielenden SV Werder Bremen die zweite Liga-Niederlage einstecken. Nach einer verzögerten Anreise und ohne Seline Ineichen, die bei der Schweizer Nationalmannschaft war, bekam die NSU im hohen Norden nie wirklich Zugriff zum Spiel und musste so die lange Heimreise mit einer Niederlage im Gepäck antreten.

Zu Beginn startete das Spiel bei den abstiegsgefährdeten Bremerinnen eigentlich noch nach Maß. Über die treffsichere Alla Vojtiskova und Maike Daniels erarbeitete sich Neckarsulm früh eine Führung. Geburtstagskind Katrin Rüttinger im Tor lieferte daraufhin wieder zwei absolut sehenswerte Vorlagen, die Hannah Breitinger und Luisa Gerber eiskalt ausnutzten und die Führung erstmals auf drei Tore ausbauten. Doch in den kommenden Minuten stand das eigentliche Prunkstück, die Neckarsulmer Defensive, neben sich und ließ die unermüdlich kämpfenden Grün-Weißen verkürzen. Auch in der Offensive wollte leider nicht alles gelingen und so kam Werder-Torhüterin Meike Anschütz immer besser in das Spiel.

Bremen zeigte weiterhin eine starke Leistung, erkämpfte sich Mitte der ersten Hälfte die Führung und kam oft zu leicht durch die Abwehr der Sport-Union. Aber auch die Unionerinnen kämpften weiterhin und holten sich in Überzahl die Führung zurück, die bis zum 17:19-Pausenstand auch gehalten werden konnte.

In der zweiten Hälfte kamen die Gastgeberinnen deutlich besser aus der Kabine. Neckarsulm stand nun zwar besser in der Defensive, doch in der Offensive sollten der Sport-Union bis zur 50. Minute nur fünf Treffer. Und diese Abschlussschwäche sorgte schließlich dafür, dass Werder sich immer weiter absetzen konnte und der Überraschung immer näher kam. NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic versuchte neun Minuten vor Spielende durch eine Auszeit doch noch das Blatt zu wenden und nahm die stark aufspielende Merle Heidergott in Manndeckung. Aller Neckarsulmer Anstrengungen zum Trotz setzte sich Bremen weiter ab und baute die Führung gegen enttäuschte Neckarsulmerinnen bis zum 36:28-Endstand aus.

„Wir haben heute leider ähnlich wie in Rödertal nach einer langen und nicht ganz reibungslosen Anreise keine gute Leistung gezeigt. Gegen einen hoch motivierten Gegner, der das super gemacht hat, gelangen uns heute vor allem die einfachen Dinge nicht. Wir haben viel versucht, aber keine richtige Antwort auf die Bremer Mannschaft gefunden. Daher geht die Niederlage so auch in Ordnung.“, sagte der Neckarsulmer Trainer Emir Hadzimuhamedovic auf der Heimfahrt.

Für die Sport-Union geht es nun in eine zweiwöchige Osterpause, in der die deutliche Niederlage verarbeitet werden kann. Im nächsten Heimspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg am 02. April können die Unionerinnen dann vor den heimischen Fans eine Reaktion zeigen.

SV Werder Bremen:
Anschütz (20 Paraden), Schumacher (nicht eingesetzt), Meyer – Heidergott (11), Schneider (2), Friedrich, Janssens, Neßlage (4/4), Osterthun (3), Heidorn, Börsen (4), Barger (2), Niemann (6), Otto (4)

Neckarsulmer Sport-Union:
Anker (nicht eingesetzt), Rüttinger (13 Paraden/2) – Kalmbach (1), Hoffmann (3), Wolf, Breitinger (4/3), Gerber (3), Fischer (2), Kaufmann (1), Tissekker (1), Daniels (4), Vojtiskova (9)

Siebenmeter: Bremen (6/4) – Neckarsulm (3/3)

Zeitstrafen: Bremen 3 – Neckarsulm 1

Zuschauer: 250

Hinterlassen Sie einen Kommentar