Wieder bleibt für die Neckarsulmer nichts liegen

Wieder bleibt für die Neckarsulmer nichts liegen

Baden-Württemberg Oberliga Männer: SG Lauterstein – Neckarsulmer Sport-Union 29:25 (12:13) [jok]

Es ist immer das gleiche – die Neckarsulmer halten die ersten 25 Spielminuten locker mit und dann dreht sich das Fähnchen. Immerhin, in Nenningen hielten sie nicht nur mit, sondern hatten die Nase vorne. Zumindest in der ersten Spielhälfte.

Die Defensive stand gegen die quirligen SG-Spieler sehr gut und Schlussmann Michael Bognar kam dran an die Würfe. Schon nach 10 Minuten, beim Spielstand von 3:5 für die NSUler, hatte der SG-Trainer Redebedarf und schickte dann den wurfgewaltigen Halblinken Jonas Villforth ins Rennen. Prompt zappelte es im Neckarsulmer Gehäuse. Doch zunächst hielten die Gäste weiter das Zepter in der Hand. Felix Trump und Henning Tittel, der immer wieder von Clemens Borchardt in Szene gesetzt wurde, sorgten für einen Vorsprung, der allen Anlass zur Hoffnung gab. Ein möglicher Punktgewinn bei den Lautersteinern schien durchaus im Bereich des Möglichen. Und dann? Statt mit diesem Rückenwind davonzueilen, ließ die Konzentration bei den Unionern nach, die Gastgeber kamen in den oft zitierten Lauf und der Vorsprung war dahin. Zwar sorgte Fabian Göppele noch für den knappen Pausenvorsprung, doch in der Schlusssekunde der ersten Hälfte leistete sich Neckarsulm noch eine verhängnisvolle Zeitstrafe.

Aus der Kabine kam nämlich ein hochmotivierter Gastgeber. Getragen von der erfolgreichen Schlussphase in Halbzeit eins und dem Vorteil des Überzahlspieles gingen die Hausherren in Führung (15:13). Nehmerqualitäten zeigten die Unterländer, als Benedikt Baumann sich durchtankte, dann Clemens Borchardt den Ausgleich erzielte (16:16). Dann ein Schlag ins Kontor der ohnehin am konditionellen Limit agierenden Gäste, als sie in doppelter Unterzahl zu verteidigen hatten. Und trotzdem, Baumann Truppe biss auf die Zähne und blieb dran (20:19). In der verbleibenden Viertelstunde mussten die Unioner dann dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. In der Defensive taten sich nun die Lücken auf, vorne hatten die Würfe nicht mehr die erforderliche Präzision und Geschwindigkeit. Lauterstein nutze diese Schwäche konsequent für den Heimsieg aus.

Dem Aufsteiger bleibt die Erkenntnis, dass er durchaus mithalten kann mit den gesetzten Oberligisten. Bis zu dem Moment eben, wo sich die Verletzungsmisere auf dem Feld mangels Alternativen bemerkbar macht. Keine leichte Aufgabe für Peter Baumann, seine Jungs wieder auf und auszurichten.

SG Lauterstein: Matthias Nagel – Marco Wiche (Tor); Fabian Lackinger, Tobias Schmid, Leon Weiß, Markus Stuber (7), Tim Lackinger (1), Lucas Lenz (5), Jonas Villforth (7), Patrick Kümmel (1), Mario Kölle (2), Max Dangelmaier (8/3), Stephan Mühleisen (1)

NSU Neckarsulm: Max Kerner – Michael Bognar (Tor); Clemens Borchardt (5/2), Lucas Lochbihler, Fabian Göppele (3), Benedikt Baumann (1), Felix Trumpp (6), Jan Schenk, Moritz Kerner (1), Kevin Matschke, Henning Tittel (6), Felix Hofacker, Sando Gohly (3)

Schiedsrichter: Stefan Blumenrode (TUS Rüppur), Steffen Reick (SV Langensteinbach)

Strafwürfe: SG (4/3), NSU (3/2)

Zeitstrafen; SG – 2 + 1 Disq.; NSU – 4

5-Min-Ticker: 3:2 – 3:4 – 5:7 – 8:11 – 9:12 – 12:13; 16:15 – 19:17 – 22:19 – 25:21 – 25:22 – 29:25

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